Frankfurt a.M. in den 70er Jahren: Der schüchterne Protagonist und Ich-Erzähler Carl Eschbach, ein frisch abgebrochener Gymnasiast, wird, aus Mangel an Perspektiven, Teil einer Gruppe jugendlicher Randexistenzen. Kristallisationspunkt wird nun eine Gruppe junger Männer, die in einer WG zusammenlebt und sich zeitgemäß als Kommune definiert. Ihre ideologische und cannabisgeschwängerte Sicht auf die Welt, auf ihre Beziehungen untereinander und auch zu den jungen Frauen, die sich bald dazugesellen, werden ebenso lakonisch wie freimütig beleuchtet. Die Eskapaden der Gruppe spielen vor dem Hintergrund der post-68er Jahre, ihre Weltsicht bewegt sich dementsprechend zwischen revolutionärem Habitus und Elementen von New Age-Denkmustern, während die Angst vor der allgegenwärtigen RAF-Hysterie oft nicht von gewöhnlicher Haschparanoia zu trennen ist. Natürlich werden ihre Überzeugungen und Strategien dabei immer wieder durch die Realität auf die Probe gestellt. Die Gruppe zerbricht schließlich, nicht bevor sie sich als Landkommune in den südfranzösischen Pyrenäen versucht hat. Carl macht in Bayern in einer Zweierbeziehung als Selbstversorger weiter und landet schließlich in Westberlin, wo sich sein bester Kumpel mit Gelegenheitsjobs und Drogenkonsum durchs Leben schlägt. Auch ihre Wege trennen sich...
Stephan Max March, geboren und aufgewachsen in Frankfurt a. M., begann seine 'Karriere' damit, sich den Konventionen zu verweigern und geriet, wie es so schön heißt, in "schlechte Gesellschaft". Später verweigerte er sich allerdings auch zusehends einem lifestyle von Drogenkonsum und den Attitüden ritualisierter Gegenkultur. Auf Umwegen suchte er seinen eigenen Weg. Literarisch (wie in vielem Anderen) ist er ein Spätzünder. Nach Studien von Sozialpädagik, Geschichte und Amerikanistik hat er sich als Taxifahrer, Hochschullehrer, Übersetzer, Sozialarbeiter und Familientherapeut betätigt. Als langjähriger Betreuer von Jugendlichen wie als Vater zweier Kinder ist er davon fasziniert, wie junge Menschen sich in ihrer Umwelt zurechtfinden und auch, wie leicht sie sich verlieren können. Flashbacks ist das Dokument seines eigenen Heranwachsens, dessen Erfahrungen als Suchender und sein beobachtender Blick seine Sichtweise prägt.
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