Was bleibt vom Jungen mit Regen im Gesicht, wenn er erwachsen geworden ist?
Johannes Eisner hat aufgehört, sich die Welt schönzureden. Stattdessen schreibt er über sie: Über das Erwachsensein und seine Zumutungen. Über Queerness, Sehnsucht und Selbstzweifel. Über Arbeit, Beziehungen, Körper, Konsum und den täglichen Versuch, in einer Gesellschaft zurechtzukommen, die Normalität noch immer für ein Qualitätsmerkmal hält.
Unter dem Pseudonym KYNDZKOPF zerlegt Johannes seinen Alltag in Gedichte, Miniaturen, Satiren und literarische Momentaufnahmen. Mal melancholisch, mal provokant, gelegentlich unterhalb der Gürtellinie - aber immer mit dem unerschütterlichen Glauben daran, dass Humor keine Flucht aus der Wirklichkeit ist, sondern eine Möglichkeit, sie auszuhalten. Die Welt mag rosa sein, die tiefblauen Flecken sind trotzdem da.
»existenzielle Dramen« erweitert das literarische Universum des Romans »Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken« um eine zeitgenössische Textesammlung und führt den Protagonisten Johannes ins Jahr 2026.
Hinter Johannes Eisner und KYNDZKOPF steht Philipp W. Wilhelm, Autor beider Bücher. Die vorliegenden Texte basieren auf über 400 Tweets und Gedankenfragmenten, die Philipp W. Wilhelm im Zeitraum 2009 bis 2018 in den sozialen Netzwerken gepostet hat.
Philipp W. Wilhelm wurde 1981 in Niederbayern geboren. Nach einer rund siebzehnjährigen Laufbahn als freischaffender Schauspieler (geprägt von einer tiefen Verwurzelung im Musiktheater und einer Begeisterung für Kultfilme wie The Rocky Horror Picture Show) wechselte er 2020 hinter die Kamera und arbeitet seitdem im Bereich der Fernsehproduktion.
Als Stimme einer queeren Spät-80er-Generation pendelt Philipp W. Wilhelm zwischen Anpassung und Rebellion, Selbstzweifel und Selbstironie. Seine melancholisch-provokante Texte, Miniaturen und Gedichte fordern spielerisch zum Ausbruch aus Normen auf. Mit »Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken« veröffentlichte Philipp im Mai 2026 seinen autofiktionalen Debütroman.
Philipp lebt mit seinem Mann sowie drei Kronengeckos, zehn Vogelspinnen, einer Springspinne sowie einer Eierschlange in München.
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