Hauptschule, zwei Ausbildungen, Jahre in der Pflege und dann, ganz ohne Abitur, das Medizinstudium. Ein ehrlicher Erfahrungsbericht über Schubladen, Etiketten und die Frage, wie viel sie darüber sagen, wer wir sind.
Manche Lebenswege wirken im Rückblick erstaunlich geradlinig. Dieser gehört nicht dazu.
Steve Hardt erzählt vom Aufwachsen mit Etiketten, die früh vergeben werden und lange haften bleiben. Sein Weg führt von der Hauptschule über zwei Ausbildungen und Jahre in der Krankenpflege, über Nachtdienste und Krankenhausflure, bis in den Hörsaal der Medizin, ohne Abitur. Dazwischen liegen Umwege, Zweifel und die ständige Frage, ob er wirklich dort sein darf, wo er angekommen ist.
Etikettenkind erzählt vom Erwachsenwerden zwischen Familie, Bildung und Gesundheitssystem: von den Schubladen, in die wir gesteckt werden, und davon, was passiert, wenn man nicht darin bleibt.
Ein Buch für alle, die schon einmal unterschätzt wurden, über einen zweiten Bildungsweg nachdenken oder in Pflege und Medizin zu Hause sind.
Steve Hardt wurde in Luxemburg geboren und wuchs zwischen Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland auf. Nach der Hauptschule wurde er Medizinischer Fachangestellter, danach Gesundheits- und Krankenpfleger, arbeitete in der Notaufnahme und auf einer Stroke Unit und bildete sich zum Praxisanleiter weiter. Ohne Abitur kam er ins Medizinstudium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er heute im klinischen Abschnitt studiert.
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