Sucht betrifft nur eine kleine, kranke oder kriminelle Minderheit? Dieses Buch zeigt: Das ist ein Irrtum - und er kostet uns am Ende unsere Freiheit.
In »Es geht nicht ohne« laden Dennis und Siegward Roth zu einem radikalen Perspektivwechsel ein. Ihre These: Abhängigkeit ist kein Randphänomen, sondern tief in unserem Gehirn verankert - im Belohnungszentrum, das über den Botenstoff Dopamin steuert, was uns am Leben hält, und uns zugleich süchtig macht.
Von Alkohol und Kokain über das Glücksspiel bis zu Smartphone, Social Media und Künstlicher Intelligenz erklären die Autoren verständlich, warum aus »Suchmaschinen« längst »Suchtmaschinen« geworden sind - und wie wenige Tech-Konzerne gezielt auf die unbewussten Mechanismen unseres Gehirns zugreifen. Doch das Buch bleibt nicht beim Alarm stehen: Es macht Mut zu einem mündigen, eigenverantwortlichen Umgang mit unseren Abhängigkeiten.
Dabei räumt es mit vertrauten Gewissheiten auf - etwa mit dem Leitsatz »Einmal abhängig, immer abhängig«, mit dem Bild vom totalen Kontrollverlust und mit dem Dogma der lebenslangen Abstinenz.
Das Buch verbindet einen allgemein verständlichen Einstieg mit einem fundierten, wissenschaftlich belegten Vertiefungsteil. Mit einem Geleitwort des renommierten Suchtforschers Prof. Dr. Heino Stöver.
Für alle, die hinter die Klischees blicken wollen: für Fachkräfte aus Beratung, Therapie, Sozialer Arbeit, Medizin und Pädagogik - ebenso wie für Eltern, Lehrkräfte und für jeden, der seinen eigenen Umgang mit Drogen, Handy und KI besser verstehen möchte.
Ein Buch, das den Blick verändert. Denn: Das Leben ist wie eine Sucht.
Dennis Roth ist ehemaliger Kriminalbeamter mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Drogenkriminalität und Suchtprävention. Er hält einen Master of Arts in Sozialer Arbeit, ist betrieblicher Suchtberater nach dem Standard des GVS und Soziotherapeut für Sozialpsychiatrie nach dem Standard der EHD. Seine Perspektive verbindet Strafverfolgung, Soziale Arbeit und Suchttherapie.
Siegward Roth, geboren 1952 im mittelhessischen Hohensolms, begann 1969 seine Laufbahn in der Hessischen Polizei - zuletzt mit den Schwerpunkten Jugendkriminalität und interdisziplinäre Kriminalprävention. Von 2009 bis zu seiner Pensionierung leitete er den Stabsbereich E 4/Prävention des Polizeipräsidiums, zudem war er Dozent für Ethik an der Verwaltungsfachhochschule. Einen Namen machte er sich mit einem 1991 erschienenen Sachbuch über die gesellschaftliche Normalität des Verbrechens. Als Texter und Musiker der bis 2005 erfolgreichen Mundart-Folk-Formation »Fäägmeel« schreibt er viele seiner Texte in Mundart. Werkauswahl: »Knotterbock« (Wettenberg 2001), »Geschlechterzores« (Nidderau 2007), »K-Wache«, Kriminalroman (Hanau 2011).
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