In Anlehnung an die Sage des Ikarus erzählt Matthias mit großer Offenheit und innerer Wärme vom plötzlichen Eintreten seiner Erleuchtung an seinem 53. Geburtstag , während eines stillen Spaziergangs in der Natur. Er beschreibt die Rückkehr in den Alltag, zurück zu seiner Familie und Freunden, mitten hinein in eine kleine Geburtstagsfeier und zugleich in eine Wirklichkeit, die sich grundlegend verwandelt hatte. Wochen und Monate verbringt er in Zuständen tiefster Seligkeit und erweitertem Bewusstsein, während das äußere Leben weitergeht: Ehe, Familie, Beruf, Verantwortung und die Herausforderungen eines westlichen Alltags. Nur seiner Frau vertraut er sich an. Zu ergreifend, zu radikal und kaum in Worte zu fassen erscheinen ihm seine Erfahrungen, um sie mit einem nicht spirituell geprägten Umfeld zu teilen. Erst mit der Zeit wächst der Wunsch, seine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. Wie ein Flug dem Licht entgegen beschreibt Matthias seinen inneren Weg; tastend, ringend, suchend nach einer Sprache für das Unsagbare. Eindringlich schildert er seinen Entwicklungsprozess bis hin zu jenem Punkt, an dem das göttliche Selbst dem menschlichen Ich, dem Ego, wieder Raum geben muss. Seine Reise endet ähnlich wie die des Ikarus in einem symbolischen Tod: nicht dem des Körpers, sondern dem Ende eines bloßen Glaubens und dem Übergang zu einem unmittelbaren Wissen, um die Wirklichkeit des Göttlichen. Mit seiner ehrlichen und zugleich zutiefst menschlichen Art möchte Matthias dazu beitragen, spirituelle Erfahrungen mitten im gewöhnlichen Leben verständlicher und annehmbarer werden zu lassen. Er sieht in ihnen kein fernes und nur besonderen Individuen vorbehaltenes Ausnahmephänomen, sondern eine Erfahrung, die künftig immer mehr Menschen berühren wird und deshalb auch größerer gesellschaftlicher und fachlicher Aufmerksamkeit bedarf. Der zweite Teil des Buches verbindet persönliche Reflexionen mit vertiefenden Betrachtungen spiritueller Phänomene. Dabei bewahrt Matthias stets seinen bodenständigen, offenen Blick auf das Erlebte. Gerade hierin liegt die besondere Kraft seiner Worte: Er verschweigt weder Zweifel noch innere Kämpfe, weder menschliche Schwächen noch das oft mühsame Ringen um die Integration hoher Bewusstseinszustände in ein ganz gewöhnliches Leben. So entsteht das eindrucksvolle Bild eines Menschen, der versucht, Himmel und Erde miteinander zu versöhnen.
Matthias Hohenwege wurde am 23. September 1959 geboren. Schon früh zeigte sich in ihm jene stille Tiefe, die sein späteres Leben prägen sollte. Obwohl der Begriff damals noch kaum bekannt war, galt er bereits als Kind als hochsensibel, sehr ernsthaft und von außergewöhnlicher innerer Wahrnehmung geprägt. Schwere Schicksalsschläge, wie der Suicid der Großmutter, der frühe Verlust beider Eltern und des Bruders, bestimmten seine Jugend. Nach dem Abitur folgten der Zivildienst mit behinderten Menschen, ein Vorstudium der Diplombiologie sowie ein Grundlehrgang in anthroposophischer Medizin. Daran schloss sich ein dreijähriges Vollzeitstudium zum Heilpraktiker. Matthias arbeitet heute mit zwei eigenen Praxen. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter. Als allein geborener Zwilling erlebte er auf der unablässigen Suche nach seinem fehlenden Teil schon früh seine besondere Empfindsamkeit gegenüber den unsichtbaren Ebenen des Lebens. Seit seinem 20. Lebensjahr bilden vedische Meditation, Spiritualität und Mystik die tragende Grundlage seines inneren Weges. An seinem 53. Geburtstag ereignete sich schließlich jene tiefgreifende und lang anhaltende Erleuchtungserfahrung, die zum Ausgangspunkt seines Buches wurde. Um die Intensität dieser geistigen Realisation verstehen und integrieren zu können, absolvierte er unter anderem eine Ausbildung zum Counsellor für Transpersonale Psychologie und Psychosynthese nach Roberto Assagioli, sowie später zum Coach für Hochsensibilität und Hochsensitivität. Heute begleitet er auf einfühlsame und bodenständige Weise Menschen, die selbst spirituelle Erfahrungen suchen oder durchlebt haben. Dabei legt er großen Wert darauf, nicht als spiritueller Lehrer verstanden zu werden. Er sieht sich vielmehr als Mitreisenden. Als einen Menschen mit Stärken und Schwächen, der Freude und Leid ebenso erfährt wie jeder andere. Das Anliegen seines Buches ist es, Menschen zu ermutigen, zu ihren eigenen spirituellen Erfahrungen zu stehen und die damit verbundenen Krisen und inneren Umbrüche nicht zu verdrängen. Besonders innerhalb spiritueller Kreise möchte er zu mehr Ehrlichkeit und Offenheit bezüglich problematischer Aspekte geistiger Erfahrungen beitragen. Sein Buch möchte Leserinnen und Lesern das Gefühl vermitteln, mit ihren inneren Erfahrungen nicht allein zu sein und zugleich einen authentischen Einblick geben, wie sich hohe Bewusstseinszustände inmitten in eines gewöhnlichen Alltags leben lassen.
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