Es war, als würden Sonne und Mond die Erde spalten. In diesem Riss blieb eine Stimme zurück, die nicht verhallen wollte.
Aranya sucht nicht mehr in der Welt. Nicht in den Spuren im Staub, nicht im Flüstern des Windes oder im Regen, der schwer auf ihre Erinnerungen fällt. Alles, was sie berührt, ist nur noch ein Echo dessen, was sie verlor - als wäre er niemals gegangen, sondern nur aus der Sicht der Welt verschwunden.
Während die Grenzen zwischen Außen und Innen verschwimmen, stellt Aranya sich einer einzigen Wahrheit: Was, wenn Verlust kein Ende ist, sondern die reinste Form des Erinnerns? Und was, wenn das, wonach sie sich sehnt, niemals außerhalb von ihr war?
Aline Gühring, geboren 1994 in Pforzheim, lebt im Raum Ludwigsburg und schreibt seit ihrer Kindheit Geschichten und Gedichte - getragen von Licht, Natur und der Tiefe der menschlichen Seele. In ihren Erinnerungschroniken verweben sich Welten aus Erinnerung und Verlust. Ihre Sprache folgt keinem reinen Erzählen, sondern dem Echo von Gefühlen, die länger bestehen als Zeit und Körper. Sie schreibt von dem, was vergeht - und doch bleibt. Von Schatten, die nicht nur Dunkelheit sind. Und von einer Liebe, die selbst den Bruch der Welt überdauert.
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