Du kannst Monat für Monat vor Schmerzen kaum laufen? Du krallst dich beim Toilettengang am Waschbecken fest, damit du vor Krämpfen nicht umkippst? Dein Unterleib fühlt sich ständig an, als stünde er in Flammen?
Vielleicht hast du jahrelang gehört, das sei normal, und vielleicht hast du das auch lange selbst geglaubt, weil dich nie wirklich jemand ernst genommen hat. Dieses Buch soll ein Ort sein, an dem du verstanden wirst. Und es verbindet drei Dinge, die bei Endometriose selten zusammenkommen: den aktuellen Stand der Forschung, persönliche Erfahrungen und die Stimmen einer ganzen Community.
Die folgenden Seiten erklären auf verständliche Weise, was wir heute über Endometriose wissen und welche Fragen die Forschung noch nicht beantworten kann. Du erfährst, wie Endometriose diagnostiziert wird, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was Studien tatsächlich über ihre Wirksamkeit aussagen. Dabei geht es nicht nur um Hormone, Operationen und Schmerzmittel, sondern auch um Ernährung, Sport, Kinderwunsch, Nahrungsergänzungsmittel, ein Leben ohne Hormontherapie, den Beckenboden und all die Fragen, die im Praxisalltag häufig viel zu kurz kommen.
Auch vermeintliche Wundermittel werden kritisch eingeordnet. Denn gerade bei einer chronischen Erkrankung ist es wichtig, zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und unbelegten Versprechen unterscheiden zu können.
Bei all dem möchte ich dich begleiten. Und vergiss nie: Du bist nicht allein.
Lena Reh schreibt und forscht bereits seit ihrer Jugend: Zunächst als Journalistin, später mehrere Jahre in einem Medizinverlag und schließlich, nach ihrem Master, viele Jahre in der wissenschaftlichen Forschung als Wissenschaftskommunikatorin. Als selbst Betroffene gründet sie 2025 auf Instagram den Wissenschaftsaccount Endometriosewelt. Dort verbindet sie ihre beruflichen Erfahrungen mit ihrer Leidenschaft: Studien einordnen, Forschung verständlich übersetzen und komplexe medizinische Zusammenhänge so erklären, dass sie auch ohne Fachwissen nachvollziehbar sind. Mit Endometriosewelt möchte sie dazu beitragen, dass gynäkologische Erkrankungen entstigmatisiert werden und über sie genauso selbstverständlich gesprochen wird wie über andere gesundheitliche Themen.
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