Warum können wir nicht der Anfang von etwas Neuem sein?
Wir sind nur auf der Durchreise und können Momente nur so lange festhalten, bis sie uns entgleiten. Wir werden gedrängt Entscheidungen zu treffen und schneller zu rennen, als die Zeit vergehen kann. Nichts scheint so richtig, richtig zu sein. Aber wer sagt, was eigentlich falsch ist?
Ich frag mich, wann sind wir wir und wann sind wir die anderen? Wann leben wir für uns und wann machen wir es allen einfach nur gerecht. Ich weiß alles scheint richtig und perfekt zu sein - wenn man durch die Brille der anderen schaut. Aber ist es das wirklich?
Was, wenn die unperfekten Momente die sind, die alles erst perfekt für uns machen?
Schau, was wir uns hier aufgebaut haben. Das wird uns niemand mehr nehmen. Weil wir hier gemeinsam stehen. Und anfangen, etwas anders zu machen.
Julia, geboren 2003 in Leipzig, schreibt Gedichte, die nicht gefallen wollen, sondern berühren, hinterfragen, aufbrechen. Seit sie 14 ist, sucht sie in Poesie, was im Alltag oft keinen Platz findet: Verletzlichkeit, Wut, Unsicherheit, Sehnsucht. Was früher Rückzug war, ist heute Ausdruck. Sie schreibt nicht, um Erwartungen zu erfüllen, sondern um sich von ihnen zu befreien. Sie beginnt zu verstehen: Es gibt kein Richtig, kein Perfekt. Jeder Mensch trägt seine eigene Wahrheit in sich - doch wird diese zu oft versteckt, aus Angst, sich nicht wiederzuerkennen in dem, was andere aus einem machen wollen. Julias Worte wollen nicht recht haben. Sie wollen Raum öffnen. Für Fragen. Für Perspektiven. Für Gefühle, die sonst keinen Platz finden. Für Menschen, die zu lange still sein mussten. Vielleicht so ehrlich, dass es wehtut. Vielleicht so ehrlich, dass es gut tut.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.