Mehrere Köche stehen um einen großen Topf. Jeder gibt etwas dazu, keiner weiß, was die anderen schon hineingetan haben. Ist genug Salz drin? Und wer steht dafür gerade, wenn die Suppe versalzen ist?
Ein Koch und Gastgeber aus Werfen, seit fünfzig Jahren auf den Kochfüßen, hört auf und nennt das einen Anfang. Ein Jurist, der fast drei Jahrzehnte bei Red Bull über Menschen mitentschieden hat, erinnert sich, wie er seine erste Mitarbeiterin an sich selbst gemessen hat. Die beiden kennen einander erst seit Kurzem - und doch seit einem Vierteljahrhundert, ohne es zu wissen. Rudis Sohn gibt ihnen vier Fragen mit, dann reden sie: über eine sehr teure Flasche, die Küchensprache einer Generation, eine Zwiebel, die niemand mehr sieht, und einen Jäger, der nach oben schaut, während der Koch auf den Boden sieht.
Kein Kochbuch, kein Ratgeber. Zwei Leute, die wissen, dass mehr nicht immer richtig ist.
Rudi Obauer sen. ist Koch und Gastgeber aus Werfen. Gemeinsam mit seinem Bruder Karl, seiner Frau, der Familie, der Mannschaft sowie Bauern und Produzenten prägte er das Haus Obauer über Jahrzehnte. Er hat sieben Bücher geschrieben, darunter Ich koche, also bin ich. Sein beruflicher Platz waren zwei Dinge: Kochen und Menschen. Seinen Rückzug versteht er als Anfang.
Volker Viechtbauer
Volker Viechtbauer war fast drei Jahrzehnte bei Red Bull tätig, viele Jahre verantwortlich für Recht und Personal. Er ist Autor von Dietrich Mateschitz: Flügel für Menschen und Ideen und Wir sind mehr als ein Datensatz. Mit Viktor Frankl gelassen durch die KI-Zeit.
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