Nein, wir haben nicht die Zeit dafür - ein Tag ist rasch um - uns bloß mit Schicksalen und Geschichten abzugeben, die einander zu absurd ähneln und uns den Eindruck vermitteln, dass sie uns so grotesk vorprogrammiert erscheinen. Oder müssen wir nur genauer hinsehen, um den Denkanstoß und die Inspiration aus den Leben der anderen herauslesen zu können? Sind wir gewillt, unsere Bedenken und Vorurteile ruhen zu lassen, um eine eventuell sonderbarere Natur sich mitteilen zu lassen? Wir müssen uns nicht sogleich mit ihr identifizieren, aber womöglich anerkennen wir ihre Redefreiheit. Folgen Sie den seltsamen Schilderungen des Protagonisten dieser Geschichte in die Dunkelheit der Nacht und Sehnsüchte.
Der Verfasser schämt sich für sein Werk und hätte gerne ein besseres geschrieben, was ihm zum gegebenen Zeitpunkt jedoch nicht möglich gewesen ist. Er schämt sich und würde es wohl gerne zurückhalten und eben darum muss es raus. Zum Zeitpunkt der Niederschrift entsprach es durchaus, mehr oder minder, seiner nachlesbaren, geistigen Verfassung. Diese war mal aktuell und kann, möglicherweise, so oder so ähnlich wiedergeboren werden. Als Autor versuche ich ein perfektionistisches Streben zu überwinden zugunsten einer Herangehensweise, die dem Spontanen, Fragmentarischen und Prozesshaften den Vorrang einräumt. Leicht wäre es gewesen, alles zurückzuziehen, aber aufregender könnte ein späterer Rückblick auf dieses und Vergleich zu diesem Stück werden. Ich schreibe nicht, um Gefallen zu erregen, mich anzubiedern, verstanden zu werden oder, wie sich herausstellt, mich zufriedenzustellen.
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