Was wir verlieren, prägt uns - was wir erinnern, verändert uns.
Ein paar Tage am Meer reichen, um alles aufzuwühlen: Eine Mutter und ihre erwachsene Tochter folgen Adressen und Straßennamen, als wären es Wegweiser zurück in ein Leben voller Brüche.
Von den Nachkriegsjahren über Umzüge und Abschiede bis zur eigenen Familie führt die Spur in eine DDR-Vergangenheit, die sogar bis nach Brasilien reicht - dorthin, wo diplomatischer Dienst und privates Glück selten im gleichen Takt schlagen.
Während die Tochter Fragen stellt, die lange geschwiegen wurden, muss die Mutter sich erinnern, was sie verloren hat, wovor sie sich fürchtete und was sie weitergetragen hat. Und beide spüren, wie sehr die Lebensentwürfe der Eltern Kinder prägen - manchmal wie ein Versprechen, manchmal wie ein Schatten.
Eine leise, intensive Familiengeschichte über Heimat, Angst und den Mut, neu anzufangen: Was bleibt, wenn man den eigenen Ursprung endlich beim Namen nennt?
Kathrin Markus ist 54 Jahre alt. Sie studierte Germanistik und Anglistik in Jena, hat in verschiedenen Ländern gelebt und wohnt und arbeitet nun im Raum Dresden.
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