Durch einen Zufall lernen Nora und Katharina einander im Urlaub kennen und kommen miteinander ins Gespräch. Nora ist Italienerin aus Dalmatien, das in ihrer Kindheit noch sehr italienisch beeinflusst war und Katharinas Wurzeln liegen in der ehemaligen k.u.k. Monarchie Österreichs. Nora erzählt, ermuntert durch Katharina, die Geschichte ihres Lebens. Ein Leben geprägt von Krieg, Vertreibung und Neubeginn. Auch Katharinas Familie hat Ähnliches erlebt. Die Erzählungen der beiden Frauen werden so zu einem Stück Zeitgeschichte des 20.Jahrhunderts, sie sind Zeitzeuginnen, die sich noch an Ereignisse erinnern, die zwar längst der Vergangenheit angehören, sich aber doch immer wieder wiederholen. Eine zentrale Rolle spielt im Leben beider Frauen die Stadt Triest, wo die Weichen für beide neu gestellt werden.
Hedda Pflagner ist im Burgenland, dem östlichsten Bundesland Österreichs aufgewachsen, Schule und Beruf führten sie aber bald nach Wien, wo sie über vierzig Jahre lang lebte und arbeitete. Als Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin in einer Erziehungsberatungsstelle lernte sie rasch "die Geschichten, die das Leben schrieb", kennen, sie wurden zum unerschöpflichen Fundus für ihre späteren Erzählungen. Nach der Pensionierung fand sie endlich Zeit, sich ihren Hobbys zu widmen: Fotografieren, Schreiben, Sprachen lernen und vor allem Reisen. Sie leitete auch zwölf Jahre lang einen Fotoclub. Ihre Begeisterung für den süditalienischen Raum, vor allem aber für den Golf von Neapel, bringt sie in dem vorliegenden Erzählungsband deutlich zum Ausdruck.
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