Hannes reist für vier Monate nach Indien. Was ihn dort erwartet, weiß er nicht.
In einem kleinen Missionskrankenhaus im Osten des Landes trifft er auf eine Welt, die ihm fremd ist und deren Regeln er nicht kennt. Der Krankenhausalltag ist geprägt von Improvisation, Nähe, Erschöpfung und einem Glauben, der selbstverständlich zum Leben gehört. Hannes steht zunächst unsicher daneben: im OP, in der Canteen, auf dem Krankenhausgelände und bei Besuchen in den umliegenden Dörfern. Doch nach und nach beginnt er, sich zurechtzufinden. Er begegnet Menschen, deren Leben sich mit seinem verbinden, und immer mehr wird dieser Ort zu seinem Zuhause. Dann aber sind da Gefühle, mit denen er nicht gerechnet hatte und die alles verändern.
Je länger Hannes in Indien ist, desto mehr wandelt sich sein Blick auf dieses Land, auf die Menschen und schließlich auch auf sich selbst.
DORT, WO EIN ANDERER HIMMEL WAR erzählt von Fremdheit und Nähe, vom Aufbrechen und Bleiben - und von Fragen, die das ganze bisherige Leben von Hannes ins Wanken bringen.
Frank Jordt stammt aus Hamburg. Schon als Jugendlicher zog es ihn immer wieder an die Nordsee, wo er den Zugvögeln nachsah, die auf ihrem Weg in den Süden nur für kurze Zeit blieben. Vielleicht begann dort seine eigene Sehnsucht nach der Ferne.
Später führten ihn seine Reisen in andere Länder und Kulturen. Dabei faszinierte ihn zunehmend nicht nur das Fremde selbst, sondern auch die Erfahrung, sich darin neu wahrzunehmen: Wer bin ich, wenn das vertraute kulturelle Gefüge, in dem ich lebe, plötzlich nicht mehr da ist? Was bleibt, wenn Gewohnheiten, Regeln und Selbstverständlichkeiten ihre Gültigkeit verlieren?
Indien nimmt dabei einen besonderen Platz ein. Die Gegensätze des Landes und die große Distanz zur vertrauten europäischen Lebenswelt haben ihn immer wieder beschäftigt. Die Begegnung mit dem Fremden - und die Frage, was sie im eigenen Inneren verändert - findet sich auch in seinem Schreiben wieder.
Der Roman DORT, WO EIN ANDERER HIMMEL WAR ist sein literarisches Debüt.
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