Im Zuge des Ersten Weltkrieges belagerte das Kaiserreich Japan die deutsche Kolonie Tsingtao. Nach Kapitulation der deutschen Besatzung wurde diese nach Japan verschifft und dort bis Ende des Ersten Weltkrieges interniert. Um einen Überblick über die Lage der Gefangenen zu erhalten, beauftragte das Internationale Kommitee des Roten Kreuzes den in Japan lebenden schweizer Arzt "Fritz" Paravicini mit einer Inspektionsreise. Die dort gemachten Erfahrungen hielt er in seinem "Bericht" fest.
Das vorliegende Buch ist eine kommentierte und mit einem Geleitwort versehene Ausgabe des 1919 erschienen Berichtes.
Der schweizer Arzt Dr. Jakob August Friedolin, genannt Fritz Paravicini wanderte vier Jahre nach der Erlangung seiner Doktorwürde 1904 nach Japan aus, wo er sich in einer Gemeinschaftspraxis niederließ. Aufgrund seiner Kontakte sowohl zu den Konsulaten und ausländischen Vertretungen in Tokyo als auch zu japanischen Behörden, wurde er im Ersten Weltkrieg vom Internationalen Komitee des Rotes Kreuzes beauftragt, die japanischen Kriegsgefangenenlager zu inspizieren. Auch nach dem Krieg arbeitete er weiter bis zu seinem Tode 1944 für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes.
Wolf Hannes Kalden (Hrsg.)
Geboren 1977 in Wetter (Hessen), studierte der Autor Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, sozialwissenschaftliche Japanologie sowie Deutsch als Fremdsprache an der Universität Marburg. Kalden-Consulting wurde 2007 als Beratungsfirma gegründet, legt aber mittlerweile den Schwerpunkt auf der Förderung von Nachwuchswissenschaftlern durch Publizierung ihrer Arbeiten.
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