Diskrete Stetigkeit

Diskrete Stetigkeit

Poesie und Mathematik | Georg-Büchner-Preis 2024

Oswald Egger

Reihe: edition unseld

Geistes-, Sozial- & Kulturwissenschaften

Paperback

160 Seiten

ISBN-13: 9783518260142

Verlag: Suhrkamp

Erscheinungsdatum: 22.10.2008

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Georg-Büchner-Preis 2024, Mathematik, Poesie, Poetik, edition unseld 14

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„Ein Mathematiker, der nicht irgendwie ein Dichter ist, wird nie ein vollkommener Mathematiker sein.“ (Karl Weierstraß, Mathematiker). Im Umkehrschluß betreibt der Lyriker Oswald Egger Grundlagenforschung zu den Wechselwirkungen von Mathematik und Poesie: Er begreift beide als verwandte Denkarten, schlägt in seinen Miszellen „mit heiterem Ernst“ den Haken vom Kinderspiel (Himmel-und-Hölle, Finger- und Hüpfspiele etc.) zu Musterbildungen in Geometrie und Text.

Sprunghaft (diskret) und stetig zugleich verläuft die Geschichte der Ideen, dieses Buch macht den Weg des Denkens nachvollziehbar: vom Wunderhorn des Volkslieds bis hin zur inneren Metrik von topologischen Räumen der Riemannschen Geometrie. Egger scheut dabei nicht vor komplexen mathematischen Fragen zurück, er nimmt sie beim Wort. In der Tradition von Arno Schmidts „reziproken Radien“ oder Edgar Allen Poes „Eureka“ behandelt er abstrakte Zusammenhänge anschaulich, in sprechenden Bildern und: mit Unterhaltungswert. Der Lyriker kommt dabei fast ohne Formeln aus und – ganz ohne Gedichte.


"Ich dachte mir den Wald als Anordnung von Punkten im Grundriß. Wann waren zwei Punkte, Baum um Baum, gegenseitig sichtbar, im Raster, und wann nicht?"
Oswald Egger

Oswald Egger

Oswald Egger wurde 1963 in Lana/Südtirol geboren. Seine Prosa und Gedichte sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Georg-Büchner-Preis 2024. Seit 2011 ist er Professor für Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. 2014 erhielt er das Villa-Massimo-Stipendium, 2020 das Robert-Musil-Stipendium. Oswald Egger lebt und arbeitet auf der Raketenstation Hombroich.

Neue Zürcher Zeitung

Januar 2009

»Oswald Eggers Traktat ist ein beeindruckendes Exempel für die Erkenntniswege der Literatur. Das dialektische Rauschen des Waldes macht er zum großen poetologischen Gedicht. Zwischen Bild und Trugbild, den Lichtungen und den Schatten eines ganzen Waldes von Theorien bewegt sich Oswald Eggers Prosa mit großer Geschmeidigkeit.«

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3D-Ansicht des Produktes (beispielhaft auf Grundlage des Einbandes, Verhältnisse und Details variieren)

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