Leopold Schreiber ist kein Held. Er ist ein Mann, der gelernt hat, zwischen den Zeilen der offiziellen Berichte zu lesen, dort, wo die Wahrheit im Schatten liegt. Während die Stadt versucht, ihre Vergangenheit unter neuem Asphalt zu begraben, stößt Schreiber auf die Risse im System.
Ein vermeintlicher Suizid ohne Fremdverschulden, eine Spur, die in die gehobenen Herrenzimmer der Gesellschaft führt, und das Schweigen einer Stadt, die vergessen will: Schreiber weiß, dass Gerechtigkeit auf dem Dienstweg der Lüge oft auf der Strecke bleibt.
Drei Fälle. Ein Ermittler am Anfang seines Weges. Und eine Wahrheit, die niemand hören will.
In "Dienstweg der Lüge" legt Lukas L. Wendt die moralischen Abgründe im Staatsapparat der späten 1970er-Jahre offen. Durch die Augen des Ermittlers Leopold Schreiber erlebt der Leser ein Deutschland in der bleiernen Zeit des Deutschen Herbstes. Zwischen dem kühlen Brutalismus Frankfurts und den verschwiegenen Hierarchien der Bundeswehr. In einer Welt aus Rasterfahndung und militärischem Korpsgeist wird die Wahrheit zur Bedrohung für das System. Ein atmosphärischer Noir-Krimi über Macht, Schweigen und die Grenzen des Dienstwegs.
Lukas L. Wendt, promovierter Pharmazeut mit Schwerpunkt Medizinalchemie, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Wenn er nicht gerade als Apotheker tätig ist, seziert er als Autor die Mechanismen menschlicher und gesellschaftlicher Systeme. Sein literarisches Spektrum reicht von düsterem Frankfurt Noir über beklemmende Dystopien bis hin zu seiner Arbeit als Ko-Autor und Herausgeber von Kinderbüchern.
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