Wenn die Welt verstumm, hört man zum ersten Mal wieder sich selbst. Eines Morgens verstummt Freistadt. Kein Netz, keine Signale, keine Maschinen. Nur Stille - und eine Stadt, die neu lernen muss, in Ihr zu leben. Für Nolan, der seit Jahren gegen das digitale Rauschen anschreibt, fühlt sich der Zusammenbruch wie ein unerwarteter Atemzug an. Für Jonas wie der Verlust eines ganzen Lebens. Für die Menschen der Stadt ist es ein Sprung ins Ungewisse. Doch je länger das Schweigen anhält, desto klarer wird: Nicht der Ausfall ist das Problem, sondern das, was er sichtbar macht. Während Nachbarn, Hilfstrupps und Fremde versuchen, Ordnung ins Chaos zu bringen, entsteht in Freistadt etwas Neues: ein vorsichtiges Miteinander, ein Rhythmus ohne Algorithmen, ein Leben, das nicht automatisch funktioniert - aber echt klingt. "Die zweite Stille - Notizen aus Freistadt" ist eine leise, eindringliche Parabel über Verbundenheit, Menschlichkeit und die Frage, was bleibt, wenn die Welt aufhört zu summen.
Andreas Günther (geb. 1971 in Osnabrück) lebt in Hasbergen. Vor Jahren begann er, intensiver mit Sprache zu arbeiten - unter anderem durch eine Ausbildung zum Lektor in der evangelisch-lutherischen Kirche sowie eine Prädikantenausbildung. Trotz eigener schulischer Hürden fand er im Schreiben einen Raum, der trägt: Zunächst entstanden Gebete, Elfchen und kurze Gedichte, später auch Notizen, Kurztexte und Geschichten. Seine Texte kreisen um Menschen, Glauben und die Frage, was uns verbindet. Mit "Die zweite Stille" erzählt er eine leise Parabel darüber, was Menschen verbindet, wenn das digitale Rauschen verstummt.
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