Schon wieder ein Buch über die Taufe? Warum nicht? Sind etwa schon alle Fragen dazu beantwortet? Sind sich die Christen darüber endlich wieder einig geworden? Nein. Noch immer scheiden sich an der Taufe nicht nur die Geister, sondern auch die Gemeinschaften untereinander. Sogar die gegenseitige Anerkennung als Christen hängt oft unmittelbar mit der Tauffrage zusammen.
Die Fragen, die wir uns zuvor stellen müssen, sind nicht nur biblischer sondern auch historischer Natur: Warum gibt es diese Uneinigkeiten? War das immer schon so? Wie war es am Beginn der Kirchengeschichte? Wenn der Apostel Paulus einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe bekennt (Epheser 4,6), so müssen wir davon ausgehen, dass es über die Taufe einst dieselbe einmütige Überzeugung gab wie über den Herrn Jesus Christus und den Glauben an Ihn. Da diese Einmütigkeit heute nicht mehr gegeben ist, drängt sich die Frage auf, wie wir wieder dorthin gelangen. Die Uneinigkeiten betreffen dabei viele Einzelaspekte der Taufe:
a) Wer soll getauft werden? Jedes Kind christlicher Eltern möglichst bald nach der Geburt, oder nur jene, die von ihren Sünden umkehren und dem Herrn Jesus aus freien Stücken nachfolgen wollen? b) Was bewirkt die Taufe? Bewirkt sie die neue Geburt (Geburt "von oben", "Wiedergeburt") und die Sündenvergebung, oder ist sie nur ein Symbol und eine Bestätigung der bereits zuvor im Glauben empfangenen Gnade? c) Wie soll getauft werden? Genügt es für eine biblische Taufe, mit etwas Wasser übergossen oder benetzt zu werden, oder muss man dazu vollständig untergetaucht werden (eventuell sogar dreimal wie in der Orthodoxen Kirche)?
Oder noch direkter gefragt: Wie wird man eigentlich ein Christ?
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.