Die vorliegende Studie befasst sich mit der sozialen Dimension von chronisch erkrankten Kindern bzw. Jugendlichen und deren Familien am Beispiel der pädiatrischen (Neuro-)Onkologie. Im Interesse steht, welche Bereiche der sozialen Dimension aufgrund der Erkrankung betroffen sind, wie sich diese im Behandlungsverlauf verändern und welche Einflüsse die medizinischen Aspekte haben. Anhand der quantitativen (Quer- und Längsschnittstudie) wie auch qualitativen Ergebnisse konnten fünf Bereiche der sozialen Dimension herausgearbeitet werden (sozioökonomische, sozioökologische, kulturelle und strukturelle Bereiche sowie der Bereich sozialer Netzwerke und sozialer Unterstützung), die wiederum in das biopsychosoziale Modell eingegliedert werden. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen den Einfluss der sozialen Dimension bei chronisch erkrankten Kindern bzw. Jugendlichen sowie deren Familien und stellen eine Annäherung dar an eine gleichrangige Betrachtung von Praxis und Forschung im Rahmen des biopsychosozialen Modells. Dies bietet Klinischen Sozialarbeitenden in der Praxis die Möglichkeit, auf Basis des Modells die Versorgung zu spezifizieren sowie die Notwendigkeit der Behandlung der sozialen Dimension gegenüber anderen Professionen - z.B. der Institution und den Kostenträgern - zu stärken.
Kerstin Krottendorfer, MA (Klinische Soziale Arbeit), BA (Soziale Arbeit), arbeitet als Klinische Sozialarbeiterin an der Medizinischen Universität Wien - Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde (Klinische Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie) im Arbeitsbereich Neuroonkologie, an der auch die vorliegende Studie entstand. Sie ist aktives Mitglied bei der SIOP-E (Paediatric Palliative Care Working Group), beim ECCSW (European Centre for Clinical Social Work) und bei der PSAPOH (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie).
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