Jedes Schweigen hat einen Ursprung. Es wandert von Generation zu Generation, bis jemand den Mut findet, ihm eine Stimme zu geben.
Elena hat früh gelernt, dass manche Dinge besser ungesagt bleiben. Sie ist längst erwachsen, lebt in Frankfurt und hat sich ein Leben aufgebaut, das funktioniert, als plötzlich Bilder aus ihrer Vergangenheit dort auftauchen, wo sie nichts verloren haben. Mit ihnen kehren Fragen zurück, die Elena lange hinter sich glaubte. Sie beginnt, sich an das Mädchen zu erinnern, das sie einmal war, und an die Menschen, die ihre Geschichte geprägt haben. Doch je genauer sie hinsieht, desto weniger eindeutig wird die Vergangenheit. Denn jeder erinnert anders. Und vielleicht liegt zwischen zwei Erinnerungen manchmal mehr Wahrheit als in einer einzigen.
Irgendwann bleibt eine Frage, die sich nicht länger umgehen lässt: Wem gehört eine Erinnerung?
Die Schwerkraft des Lichts ist ein atmosphärischer, bildgewaltiger Roman über Herkunft und Schweigen, über das, was Menschen einander weitergeben, und über den Mut, die eigene Geschichte selbst zu erzählen. Und darüber, warum wir einander vielleicht öfter zuhören sollten, bevor wir glauben, die ganze Geschichte zu kennen.
Sandra Mastropietro ist Journalistin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin und narrative Praktikerin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Geschichten unsere Identität prägen und wie Sprache verändern kann, was wir über uns selbst zu wissen glauben. Als Mentalcoach und Speakerin arbeitet sie mit Menschen in Sport, Wirtschaft und persönlichen Veränderungsprozessen. Ihre eigenen Wege führten sie durch einige der härtesten Ausdauerrennen der Welt und immer wieder weit über vertraute Grenzen hinaus.
Nach mehreren Sachbüchern ist "Die Schwerkraft des Lichts" ihr erster Roman. Darin führt sie weiter, was sie schon lange beschäftigt: wie wir uns erinnern und welche Geschichten wir über uns selbst und andere erzählen.
Sandra Mastropietro lebt mit ihrer Familie bei München.
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