Wer wie der Autor zwischen 1940 und 1950 geboren wurde, hat den älteren Generationen, die die Zeit der Weimarer Republik und der Nazizeit geprägt haben, zu Recht heftige Vorwürfe über diese geschichtliche Phase und den Zustand des Landes nach 1945 gemacht.
Die Nachgeborenen sind gegenüber unserer Generation meist deutlich freundlicher gesinnt. Scheinbar gibt es dafür Gründe, ist das Land doch in seiner äußeren Erscheinung weit angenehmer zu erleben als die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg. Aber das ist nur der Schein. Neonazis marschieren wieder über unsere Straßen und töten Mitbürger. Das Wirtschaftsmodell, von dem unsere Generation recht gut gelebt hat, trägt nicht mehr. Wir haben die Ressourcen der Erde ohne viel Rücksicht auf ihre Endlichkeit ausgebeutet, die Schäden am Klima potenziert, die durch Jahrhunderte einer Energiegewinnung aus fossilen Gütern entstanden, Müll, vor allem auch strahlendes Material in ungeheuren Umfang hergestellt. Und Krieg ist wieder möglich, nicht nur vor unserer Tür, sondern auch durch unsere Freunde.
Grund genug zu fragen, ob unsere Generation das Erbe der Nachgeborenen in hohem Maße gefährdet hat.
Klaus Vorwerk, geboren 1945 in der Freien und Hansestadt Hamburg, deren Traditionen bürgerlicher Freiheit, ja Aufsässigkeit er in sich aufgesogen hat, hat während eines verwirrenden Studiums den Menschen getroffen, den er in diesem Text seine Liebste genannt hat. Sie ist es wirklich, der Mensch, der ihn seit bald sechzig Jahren begleitet, der ihn und an dem vielleicht auch sie sich geformt hat, der immer widersprochen hat und der ihn zwang, zu versuchen, sauber zu denken. Der Mensch, dem jeder Dank für ein erfülltes Leben gilt.
Der Autor bekam die Chance, als Rechtsanwalt zu arbeiten und dabei mehr als Alltägliches zu erleben. Bevor er als Relikt endete, gab er die Tätigkeit auf und wurde Unternehmer, ein ganz gewöhnlicher Kapitalist in einer heute recht erfolgreichen Firma. Aber auch hier musste Neues das Alte ablösen. So ist dies das vierte Buch eines hier wirtschaftlich erfolglosen Verfassers. Vorangegangen sind 'Können Quarks Geschichte machen?', 'Die Religion der Diebe' und 'Der Mann, der die Welt kaufte'.
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