Vertrauen entsteht nicht durch Systeme. Sondern trotz Systemen.
Paul spürt es, bevor er es denken kann: das Ziehen im Bauch, wenn sein Vater vom Podest spricht. Das Kribbeln, wenn die Fremde ihn ansieht. Die Übelkeit, wenn die Lastwagen kommen. Deutschland, zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch. Die einen tragen Runen, die anderen ragen die Finger in die Höhe, und beide versprechen dasselbe: Du gehörst dazu, wenn du dich fügst. Zwischen ihnen sucht ein junger Mann im Allgäu nach etwas, das keinen Namen hat - und lernt, dass man Menschen nicht an ihren Zeichen erkennt. Sondern daran, wer bleibt, wenn es bitterernst wird. Ein Roman über den Moment, in dem etwas kippt - und aus einem Gefühl eine Richtung wird.
Toby Schäpsmeier, Jahrgang 1997, lebt in Stuttgart. Ihn interessiert, was von jemandem übrigbleibt, wenn alles Offensichtliche wegfällt. Er schreibt über den Moment, in dem bei einem Menschen etwas kippt und aus einem Gefühl Worte werden. Worte, die das Gefühl meist nur näherungsweise treffen, manchmal kaum und immer nur ein Versuch bleiben. "Die Richtung, die wir gehen" ist sein erster Roman.
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