Die Rezeption philosophischer Schriften der Aufklärung in Cathleen Schines Roman "Rameau´s Niece"

Die Rezeption philosophischer Schriften der Aufklärung in Cathleen Schines Roman "Rameau´s Niece"

Inauguraldissertation

Dr. Diana Rudnitzki

Sprachen

Paperback

152 Seiten

ISBN-13: 9783833433092

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 26.10.2005

Sprache: Deutsch

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Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit dem zeitgenössischen Roman „Rameau’s Niece“ der amerikanischen Autorin Cathleen Schine, der in der Sekundärliteratur bisher kaum Beachtung gefunden hat. Das Hauptaugenmerk wird in dieser Untersuchung auf die Situation des postmodernen Intellektuellen gelenkt, auf das Verhältnis von Wissen und Erkenntnis, auf Prozess und Methodik von Zweifel und Erkenntnisgewinn und auf die Frage nach der Aktualität und Bedeutung „sinnvoller Verwertbarkeit“ von Wissen. Im Mittelpunkt steht hierbei die durch ein aufklärerisches Dialogmanuskript ausgelöste „Erkenntnis-Odyssee mit impliziter Sinnenraserei“ der Heldin Margaret Nathan.

Bezugnehmend auf die Problemstellung der Aufklärung, die bereits im Titel anklingt, mit dem Schine auf Diderots Dialog „Le Neveu de Rameau“ anspielt, stellt die Autorin anhand der Protagonistin die Frage, ob Bildung glücklich macht – machen kann – in einer Zeit, in der man „enzyklopädisch“ vollumfänglich versorgt und Wissen über sämtliche mediale Kanäle ohne zeitliche oder anderweitige Begrenzung zugänglich ist. Sie fragt, ob der postmoderne Umgang mit Wissen beginnt, sich dem Umgang mit anderen zeitgenössischen Konsumprodukten anzugleichen, der nach modisch-irrationalen, primär marktwirtschaftlich orientierten Angebot-und-Nachfrage-Spielregeln funktioniert und das Bewusstsein über den durch reflektierende Geistestätigkeit – rein qualitativ – identifizierbaren Wert von Wissen durch seinen verführerisch kumulativen Fokus zu verdrängen droht.
Die Arbeit untersucht, in welch strategischer Weise Schine das dialogische Prinzip, bekannte Philosopheme der Aufklärung von Thomas Hobbes über John Locke und David Hume bis hin zu Immanuel Kant, sowie Hegels Dialektik und Foucaults Diskurstheorie in ihren Roman integriert, um schlussendlich vielleicht zu der Erkenntnis zu gelangen, dass „der Dialog tot ist, aber die Diskursvielfalt lebt“.
Besondere Aufmerksamkeit wird der „revolutionären“ Entwicklung der Heldin geschenkt, die dem Begriff revolvere als „return of a planet or a star to the same point from which it parted“ entspricht und die das ironisierende Motto des Romans zu bestätigen scheint: „Perhaps it was Diderot, anyway; perhaps it was, what he said: It is my job to seek truth, not to find it.“
Dr. Diana Rudnitzki

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