"Die Renaissance - Aufbruch in Wissenschaft, Kunst und Seefahrt" ist der fünfte Band der zehnteiligen Buchreihe "Der Geist Europas - wie wir wurden, wer wir sind". Mit Abbildungen der bedeutendsten architektonischen, künstlerischen und industriellen Zeugnisse der jeweiligen Epochen sowie mit Zitaten aus Literatur und Philosophie zum vorherrschenden Zeitgeist wird eine umfassende, gleichwohl pointierte Kulturgeschichte Europas vorgelegt. Was hat über die Jahrhunderte hinweg das heutige Selbstverständnis, den Geist Europas, geprägt? Aber - so muss man fragen - gibt es ihn überhaupt, den "Geist Europas"? Oder ist Europa vielleicht nur der Wohnort verschiedener Nationen, die sich obendrein über Jahrhunderte hinweg bekriegt haben? Es besteht kein Zweifel: Durch keinen Kontinent der Erde sind so viele Armeen gezogen wie durch Europa, und dennoch teilen wir heute ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Romanik war nicht nur in Rom zu Hause, die gotischen Kathedralen und barocken Schlösser stehen nahezu in jedem Land Europas, Leonardo da Vinci kennt jeder, und die industrielle Revolution blieb nicht allein in England. Ausgehend vom antiken Griechenland und Rom über das christliche Mittelalter, die Renaissance, den Absolutismus und die Aufklärung bis hin zur Moderne haben immer wieder einzelne Städte und Völker ganz Europa inspiriert und zu kulturellen Höhenflügen geführt. Am Ende sind wir das, wozu wir uns in den vielen Jahrhunderten gemacht haben. Die entscheidende Epoche am Beginn der Neuzeit war die Renaissance. Künstler wie Michelangelo und Botticelli sahen sich nicht mehr nur - wie noch im Mittelalter - als Werkzeuge Gottes. Sie stellten den nackten Menschen und individuelle Gefühle dar. Ihr Leitgedanke lautete: "Der Mensch ist das Maß aller Dinge." Kolumbus entdeckte Amerika, und Kopernikus entdeckte das heliozentrische Weltbild. Der Auslandskorrespondent und Hochschuldozent Dr. Walther Ziegler zeigt, wie sich die zentralen Ideen Europas von Epoche zu Epoche entwickelt haben. Denn, so Ziegler: "Europa ist kein Ort - es ist eine Idee."
Dr. Walther Ziegler ist promovierter Philosoph und Hochschuldozent. Als Auslandskorrespondent, Reporter und Nachrichtenchef des Fernsehsenders ProSieben produzierte er Filme auf allen Kontinenten. Seine Reportagen und Filme wurden mehrfach preisgekrönt. Von 2007 bis 2015 bildet er junge TV-Journalisten aus und leitet die Medienakademie, eine Hochschule für Film- und Fernsehstudiengänge im dezentralen Hochschulmodell der Universität Mittweida. Er ist zugleich Autor zahlreicher philosophischer Bücher. Als langjährigem Journalisten und Wissenschaftler gelingt es ihm, den Zeitgeist ganzer Epochen spannend und verständlich darzustellen.
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