Security-Teams stehen unter Druck. Die Angriffsflächen wachsen, die Bedrohungen werden komplexer, die Personaldecke bleibt dünn. KI gilt als Ausweg - bessere Detection, weniger Fehlalarme, schnellere Reaktion. So zumindest das Versprechen. Die Praxis zeigt ein anderes Bild. ML-Modelle liefern Scores, die niemand interpretieren kann. Anomalieerkennungen produzieren Rauschen statt Erkenntnisse. Und wenn es darauf ankommt - nachts, unter Zeitdruck, mit unvollständigen Daten - fehlt das Vertrauen in die Systeme, die eigentlich unterstützen sollten. Dieses Buch nimmt KI in der Cybersecurity auseinander. Nicht als Technologie, sondern als Faktor in Architekturen, Prozessen und Entscheidungen. Es behandelt die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor ML-basierte Ansätze überhaupt funktionieren können. Es beleuchtet die Schnittstellen zwischen automatisierten Bewertungen und menschlicher Verantwortung. Und es benennt die Stellen, an denen Organisationen regelmäßig scheitern - nicht an der Technik, sondern an unrealistischen Erwartungen und fehlender Vorbereitung. Ein Fachbuch für Security-Architekten, SOC-Verantwortliche, Incident-Responder und CISOs.
Marcel Graewer arbeitet als IT-Security Manager mit den Schwerpunkten Incident Handling, Vulnerability Management und Sicherheitsarchitektur. Rund fünfzehn Jahre in der IT, davon mehrere Jahre in operativer Security-Verantwortung. Sein Weg führte über die Systemadministration und IT-Leitung zum Aufbau und Betrieb von Sicherheitsprozessen und Notfallstrukturen in größeren Organisationen. Er hält die Zertifizierungen CISSP, CySA+, SC-200, ITIL und weitere. Seine Perspektive ist geprägt von Incident Response - dem Bereich, der keine Halbwahrheiten duldet. Wenn Architekturen nur auf dem Papier existieren, Playbooks nie getestet wurden oder Detection-Systeme mehr Rauschen als Erkenntnis liefern, zeigt sich das spätestens im Ernstfall.
Diese Erfahrung hat seinen Anspruch geformt: klare Analyse statt Marketing, operative Realität statt Foliensätze. Was ihn antreibt, ist die Kluft zwischen dem, was auf Konferenzen versprochen wird, und dem, was im SOC um drei Uhr nachts tatsächlich funktioniert. Dort entscheidet sich für ihn, ob Konzepte tragen oder nur gut klingen.
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