Die Menschliche Komödie. Die großen Romane und Erzählungen

Die Menschliche Komödie. Die großen Romane und Erzählungen

Eine dunkle Affaire. Erzählungen aus der napoleonischen Sphäre

Honoré Balzac , Eberhard Wesemann (Hrsg.)

Romane & Erzählungen

Paperback

370 Seiten

ISBN-13: 9783458336204

Verlag: Suhrkamp

Erscheinungsdatum: 01.10.1996

Sprache: Deutsch

Schlagworte: 19. Jahrhundert, Balzac, Erzählungen, Frankreich, Gesellschaft

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Eine Reihe von Werken Honoré de Balzacs, vorwiegend Erzählungen, spielt in der Zeit Napoleon Bonapartes, die hier in einem Band zusammengefasst ist. Im Mittelpunkt steht die spannende Kriminalgeschichte Eine dunkle Affäre, in der von einer fein gesponnenen politischen Intrige gegen den künftigen Kaiser, verknüpft mit einer aristokratischen Verschwörung gegen ihn, erzählt wird. Von einem wundersamen Abenteuer erfährt der Leser in Eine Leidenschaft in der Wüste, das den Ägyptenfeldzug Bonapartes als Hintergrund hat. Ein französischer Soldat, auf der Flucht vor seinen arabischen Verfolgern, versteckt sich in einer Felsenhöhle, wo er Schlafgefährte eines Pantherweibchens wird, das der auf einen martervollen Ausgang Vorbereitete hilf- und ratlos allmählich durch Streicheln seinen Liebkosungen zugänglich findet. Die Novelle Lebwohl! berichtet herzergreifend vom Schicksal der Stephanie de Vaudières, die den Rückzug der Franzosen aus Rußland erlebt und Augenzeugin der in der eiskalten Beresina ertrinkenden Soldaten wird, wodurch sie dem Wahnsinn verfällt. In das von den Franzosen besetzte Spanien führt die Kurzgeschichte El Verdugo, in der ein spanischer Grande, aus Angst vor beschmutzter Familienehre, seine gesamte Familie köpft, die sonst dem Scharfrichter durch den Spruch eines napoleonischen Kriegsgerichts verfallen wäre.
Honoré Balzac

Honoré Balzac

Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren. 1816 begann er ein Jurastudium an der École de Droit in Paris auf und besuchte daneben Vorlesungen an der Faculté des lettres und am Collège de France, was ihn dazu veranlaßte, neben seinem Jurastudium philosophische Überlegungen niederzuschreiben. Schließlich brach er das Studium ab, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Sein Vater finanzierte ihm die ersten zwei Jahre, die Balzac schreibend in einer Mansarde verbrachte. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches, Fragmente eines Opernlibrettos und einer Tragödie. 1823 verdiente er sein Geld vor allem mit Beiträgen für das Feuilleton littéraire. Den erhofften Durchbruch als Romanautor schaffte er erst 1829 mit dem historischen Roman Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800. In den folgenden Jahren schrieb Balzac wie besessen. Die Comédie Humaine sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt. Ab 1843 bekam Balzac aufgrund seiner ständigen Überanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs ernsthafte gesundheitliche Probleme, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 18. August 1850 in Paris.

Eberhard Wesemann

Eberhard Wesemann (Hrsg.)

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