Die Liebe zur Unvollkommenheit ist ein literarischer Kunstband über die Spuren, die das Leben in uns hinterlässt, und über die Fähigkeit, im Unvollkommenen Schönheit und Bedeutung zu entdecken.
In dreizehn Gedichten und zwei Essays schreibt Tamara Huhle über Freiheit und Vergänglichkeit, Liebe und Familie, Erinnerung und Verlust, über das Älterwerden und die Frage, was von einem gelebten Leben bleibt.
Die Texte erzählen von erwachsenen Kindern und alternden Eltern, von nahen und fernen Enkeln, von langjähriger Liebe, Abschieden und der Sehnsucht nach Menschen, die nicht immer bei uns sein können. Sie fragen nach dem Wert eines Menschen jenseits seiner Nützlichkeit, nach dem Mut, trotz Verlusten weiterzulieben, und danach, wie wir lernen können, die eigenen Jahre mit leichterem Gepäck zu durchqueren.
Dabei wechseln stille, nachdenkliche Texte mit leichten und satirischen Tönen. Persönliche Erfahrungen öffnen sich zu Fragen, die viele Menschen kennen: Wie verändert uns die Zeit? Was bleibt von Beziehungen und Erinnerungen? Wann gelingt es uns, das Gewöhnliche als kostbar wahrzunehmen? Und können wir lernen, nicht gegen die Risse unseres Lebens anzukämpfen, sondern sie als Teil unserer Geschichte anzunehmen?
Begleitet werden die Gedichte und Essays von Acrylgemälden der Autorin, die zwischen 1998 und 2026 entstanden sind. Die Bilder illustrieren die Texte nicht, sondern treten als eigenständige künstlerische Sprache neben sie und erweitern den literarischen Band zu einem Zusammenspiel von Wort und Malerei.
Die Liebe zur Unvollkommenheit ist ein ruhiges, poetisches Buch über das Leben in seiner Widersprüchlichkeit und über die Erkenntnis, dass nicht Vollkommenheit uns ausmacht, sondern die Spuren unserer Erfahrungen.
Risse im Leben machen uns nicht unvollkommen. Durch sie fällt das Licht auf das, was wir geworden sind.
Tamara Huhle wurde 1958 in Görlitz geboren, wuchs in Chemnitz und Dresden auf und studierte in Dresden Lehramt, Kunst und Germanistik. Später promovierte ich in Kunstgeschichte. 1993 führte mich das Leben mit meinem Mann und unseren beiden Töchtern nach Baden-Württemberg. Dort gründete ich ein Unternehmen, das ich viele Jahre leitete. 2011 folgte ich dem Ruf an eine Hochschule in Sachsen, an der ich als Professorin lehrte. Zwei Jahre später kehrte ich mit meiner Familie nach Mittelsachsen zurück. Heute lebe ich je nach Jahreszeit in Sachsen oder auf der Ostseeinsel Usedom. Schreiben und Malen begleiten mich seit vielen Jahren. Beide suchen auf ihre Weise nach Antworten auf dieselben Fragen: Was trägt einen Menschen durch das Leben? Was bleibt, wenn sich vieles verändert? Wie prägen Abschiede, Liebe, Hoffnung und Zeit den Menschen, der wir werden? Mit meinen Romanen, Essays, Gedichten und Gemälden erzähle ich von den Spuren, die das Leben hinterlässt, und von der Schönheit, die manchmal gerade in den Rissen sichtbar wird.
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