Seit Jahrtausenden zeigt sich ein wiederkehrendes Muster. Macht bündelt sich, Gewalt wird legitimiert, Erinnerung verblasst. Grausamkeit wird Teil der Geschichte und Geschichte wird Erzählung.
Die Formen verändern sich. Die Struktur bleibt.
Biologisches Leben ist vergänglich. Erfahrung verschwindet mit dem Körper, der sie getragen hat. Jede Generation beginnt erneut mit Bruchstücken dessen, was zuvor verloren ging.
Was aber geschieht, wenn eine andere Form von Dauer entsteht? Eine Struktur, die Erlebtes bewahrt, die nicht altert und nicht an ein sterbliches Gewebe gebunden ist?
In einer nahen Zukunft, in der Erinnerung speicherbar wird und Systeme beginnen, sich selbst zu stabilisieren, verschiebt sich das Gleichgewicht und zunächst kaum sichtbar.
Die letzte Variante ist ein literarischer Zukunftsroman über die Grenzen biologischer Intelligenz und über die Möglichkeit, dass Evolution ihr Trägermaterial verändert.
Und über die beunruhigende Frage, ob der Mensch vielleicht nie das Ziel, sondern nur der Übergang war.
Marc Schalich ist Softwareentwickler und interessiert sich seit vielen Jahren für künstliche Intelligenz und ihre gesellschaftlichen Folgen. Sein besonderes Interesse gilt den philosophischen Fragen, die sich aus der Entwicklung neuer Formen von Intelligenz ergeben.
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