Schottland, 1747. Mòrag wächst mit dem Klang des Meeres und den gälischen Geschichten ihrer Großmutter auf. Gàidhlig ist die Sprache ihres Zuhauses selbstverständlich wie Wind und Wasser. Doch dann entdeckt sie ein altes, unscheinbares Buch. Darin stehen keine Heldengeschichten, sondern Stimmen: Erinnerungen, Briefe, Liedfragmente und Namen von Menschen, deren Erzählungen einander manchmal widersprechen. Als Eoins Vater verschwindet und eine Spur über die Highlands bis nach Frankreich führt, beginnt Mòrag zu verstehen, dass Geschichte niemals nur aus einer einzigen Wahrheit besteht. Während Englisch in Handel, Verwaltung und Bildung zunehmend an Bedeutung gewinnt, begegnet sie Menschen, die ihre Sprache bewahren, verändern und über das Meer weitertragen. Je mehr Mòrag erfährt, desto schwieriger wird eine Frage: Wem gehört eine Geschichte dem Menschen, der sie erlebt hat, demjenigen, der sie bewahrt, oder denen, die später daraus Geschichte machen? Die letzte Sprache des Meeres ist ein historischer Roman über Sprache und Erinnerung, Fortgehen und Heimkehr und über eine junge Frau, die lernen muss, dass Zuhören manchmal wichtiger ist als die Suche nach der einen Wahrheit.
Patrick Bovani schreibt Geschichten über Menschen, Erinnerungen und die Spuren, die Sprache in unserem Leben hinterlässt. Sein besonderes Interesse gilt historischen Stoffen und der Frage, wie persönliche Geschichten über Generationen hinweg weitergetragen werden. Mit Die letzte Sprache des Meeres erzählt er einen atmosphärischen Kurzroman über Sprache, Zugehörigkeit und Erinnerung vor der Kulisse Schottlands.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.