Die Legende des Mähnenwolfs ist ein atmosphärischer Roman über Kindheit, Freundschaft und die Macht von Geschichten, die eine Gemeinschaft prägen. In der brasilianischen Kleinstadt Hidrolândia wachsen Alltag und Legende untrennbar miteinander verwoben auf - unausgesprochene Regeln, alte Ängste und Mythen bestimmen das Leben der Menschen.
Im Mittelpunkt steht der Junge Gabriel, der mit seinen Freunden zwischen Straßenspielen und ersten Schritten ins Erwachsenwerden aufwächst. Schon früh spürt er, dass hinter den vertrauten Erzählungen mehr steckt als bloßer Aberglaube. Die Legende des Mähnenwolfs ist kein fernes Märchen, sondern eine unsichtbare Kraft, die Grenzen setzt, Verhalten lenkt und Schweigen erzwingt.
Als unerklärliche Ereignisse die scheinbare Ordnung der Stadt erschüttern, geraten Gabriel und seine Freunde in einen Strudel aus Neugier, Angst und Verantwortung. Was als kindliches Abenteuer beginnt, wird zu einer Prüfung von Mut, Loyalität und Empathie - besonders gegenüber jenen, die am Rand der Gemeinschaft stehen und deren Geschichten lieber verschwiegen werden.
Mit großer erzählerischer Sensibilität verbindet Eber Urzeda dos Santos brasilianischen Volksglauben mit einer eindringlichen Coming-of-Age-Geschichte. Die Legende des Mähnenwolfs richtet sich an Leserinnen und Leser, die literarische Spannung, emotionale Tiefe und gesellschaftliche Fragen schätzen.
Eber Urzeda dos Santos ist Schriftsteller und Lehrer für portugiesische Sprache und Literatur. Er ist in Literaturwissenschaften ausgebildet und lebt derzeit mit seiner Ehefrau und seinen Kindern in Deutschland. Sein beruflicher Werdegang verbindet Schreiben, Lehre und editorische Arbeit und ist geprägt von einer konsequenten Aufmerksamkeit für Sprache sowie von der Suche nach Sinn in der menschlichen Erfahrung. Geboren in Paraúna im brasilianischen Bundesstaat Goiás, wuchs er in Hidrolândia auf - einer Stadt, in der sich ein wesentlicher Teil seiner Identität und seiner emotionalen Erinnerungen formte. Die Straßen, die Schule, mündlich überlieferte Geschichten und das alltägliche Zusammenleben prägten nachhaltig seine Weltsicht und wurden zu wiederkehrenden Motiven seines literarischen Schaffens. Sein Interesse an Philosophie, Mythologie und menschlichem Verhalten durchzieht sowohl seine literarischen Werke als auch seine editorischen Projekte. Im Jahr 2020 gründete er während der Pandemie das Projekt "Contos de Urzeda, contos para ler no celular", eine Initiative zur Demokratisierung des Zugangs zur Literatur und zur Förderung des Lesens auf mobilen Endgeräten, insbesondere für Leserinnen und Leser mit geringem Kontakt zum gedruckten Buch. Im Laufe seines Lebens lebte er in verschiedenen Regionen Brasiliens und Europas. Diese Erfahrungen erweiterten seinen kulturellen Horizont und bereicherten seine Texte um vielfältige Perspektiven, ohne die Bindung an die Erinnerung an den Herkunftsort aufzugeben. Seine Bücher und Erzählungen befassen sich mit Themen wie Angst, Erinnerung, Vergänglichkeit und Identität. Sie sind geprägt von einer klaren, introspektiven und sensiblen Sprache. Das Schreiben von Eber Urzeda dos Santos sucht die Begegnung zwischen Leser und dem Ungesagten und versteht Literatur als Raum des Zuhörens, der Reflexion und der Wiedererkennung.
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