Schlagworte: Begegnungen zwischen Männern im Alter, Späte Selbstfindung, Zärtlichkeit und Begehren, Offene Beziehung jenseits der Ehe, Einsamkeit und Neubeginn
Georg ist 61, Ingenieur und frisch getrennt. Nach dreißig Jahren des Schweigens in seiner Ehe sucht er das, was er nie gefunden hat: den einen Kuss, der bleibt. Eine flüchtige Begegnung mit einem jungen Künstler in München hat ihn vor drei Jahrzehnten geprägt und eine Sehnsucht in ihm entfacht, die er nie wieder stillen konnte.
Getrieben von dieser Erinnerung wagt sich Georg in eine ihm fremde Welt, in Dating-Portale, Saunen und zufällige Begegnungen. Er trifft auf verheiratete Männer, die in ihren goldenen Käfigen gefangen sind, auf einsame Seelen, die nach Wärme suchen, und auf Männer, die nur das eine wollen. Jede Begegnung ist ein Schritt auf einem steinigen Weg, voller Enttäuschungen, aber auch voller kleiner Erkenntnisse über das, was Zärtlichkeit wirklich bedeutet.
Doch dann lernt er Philipp kennen, einen Mann, der seine Ängste versteht und ihm zeigt, dass Nähe nicht besitzergreifend sein muss. In einer Beziehung ohne Regeln, aber mit viel Vertrauen, entdeckt Georg, dass die wahre Kunst des Küssens nicht im perfekten Moment liegt, sondern in der Freiheit, sich immer wieder füreinander zu entscheiden. Die Kunst des Küssens ist ein stiller, kraftvoller Roman über die Suche nach sich selbst, den Mut zur Verletzlichkeit und die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, das zu finden, was einen wirklich berührt.
Karl Mathys schreibt Geschichten über Liebe, die sich nicht an Zeitpläne hält, über Menschen, die spät im Leben noch einmal alles riskieren, über Familien, die sich neu zusammensetzen, und über den leisen Mut, der dazugehört, sich noch einmal zu öffnen. Er lebt in der Schweiz und schreibt über Themen, die er selten in gängigen Liebesromanen findet: reifere Liebe, unkonventionelle Familien, Ehrlichkeit statt Drama.
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