Von A wie Aufräumen bis Z wie Zweifeln: Die "Kunst der Stunde" ist ein kleines Wörterbuch grundfröhlicher Lebensbeobachtung. Clemens M Prokop nimmt in seinen Miniaturen Begriffe in die Hand, um sie spielerisch in ganz neuem Licht schillern zu lassen. Begonnen als Corona-Kolume, behalten Prokops kunstvolle Perspektivenwechsel ihre Kraft: Wenn die Welt heute schon nicht weniger irre ist, dann sollten wir ihr mit umso wacherem Witz und schärferem Verstand begegnen.
Clemens M Prokop schrieb ein halbes Leben lang vor allem über seine Erfahrung in Opernhäusern, bis er sich dank Covid plötzlich als Kolumnist mit katholischer Seele wiederfand. Hier wie da geht es ums wahre und wahrhaftige Menschsein - und oft genug auch um ein spektakuläres Scheitern an den eigenen Ansprüchen. Aufgewachsen und sozialisiert im halbwegs behüteten bayerischen Idyll, trieb ihn doch bald eine neugierige Unruhe hinaus in die Welt, zunächst als Musikkritiker (u.a. Süddeutsche) und Autor (z.B. Bärenreiter), zunehmend auch mit eigenen Projekten. Der möglicherweise familiär vorgeprägte Drang zu eigenem künstlerischen Ausdruck war nicht aufzuhalten.
Heute konzipiert, produziert und inszeniert er Kulturprojekte - meist zu besonderen Anlässen, oft in besonderen Räumen. Was als mediale und auch interaktive Inszenierungen begann, beschreibt Clemens M Prokop heute als "Human Theatre of Music": Wenn Kunst nicht radikal die Frage nach dem Menschsein stelle, dann könne sie es auch gleich bleiben lassen. Wohin das führen kann, war zum Beispiel bei Tollwood zu erleben, in der Bayerischen Staatsoper, mit Kent Nagano, dem Haus der Musik und den Wiener Philharmonikern, Pacific Symphony, im Audi Presswerk, fürs Beethoven-Jubiläum, den Rundfunkchor Berlin und zu 1050 Jahren Regensburger Domspatzen. Mit seiner Fähigkeit zum grundfröhlichen, dabei immer ernsthaften Perspektivenwechsel ist Clemens M Prokop ein geschätzter Strategieberater und Entwickler von Unternehmenskultur. "Die eigenen Werte muss man wertvoll machen", ist Prokops Mantra: Und ihnen dann bewusst Bühnen bereiten, damit Veränderung lebendig werden kann, erlebbar und wirksam.
Clemens M Prokop liest und beantwortet Emails: baumhaus@tye.solutions
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