"Wertes Volk!", rufen die hohen Geistlichen, während sie die Krone über den Scheitel des Thronfolgers halten. Sein Auge blickt voller Abscheu auf uns herab. Sein anderes scheint verschlossen zu sein: Vermutlich würde es tränen, müsste es uns sehen.
Als wolle er keinen weiteren Augenblick vergeuden, greift er nach der Krone. Die Geistlichen geben sie frei, und sie sinkt auf sein Haupt: "Wir verkünden den neuen König! Die Rettung unseres Reichs."
Kein Jubel. Kein Aufschrei. Kein Widerspruch. Wir gehorchen.
Der König erhebt sich und besetzt den Thron. Seine erste Entscheidung? "Schweigt."
Seine nächste? Sie richtet sich nicht mehr an uns. Wir schweigen.
(Eine kurze Auseinandersetzung mit Verführung und Fehlführung - und mit dem Preis, den wir zahlen, wenn wir unsere Entscheidung anderen überlassen.)
Geschichten, die das Innenleben schreibt: absurd, zweifelhaft und hoffnungsvoll. Mit geistigen Konflikten und Ängsten konfrontiert begibt sich der Autor ins Gespräch mit dem Unbewussten. In Form von Reisen und Debatten, gedichtet und surreal kommt es aus dem Zwiespalt unserer Seele gekrochen, darauf wartend zu Papier gebracht zu werden.
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