Kaiser Franz, der das Lebensglück seiner Kinder eigenen Machtinteressen geopfert hat, überlässt sich in einem beschaulichen Wiener Winkel der Illusion eines biedermeierlichen Familienlebens. Indessen haben der Geheimbund der "Stunden" und die mysteriöse Königin des Sabbats ein revolutionäres Netzwerk aufgebaut, das sich vom Schwarzwald bis zur unteren Donau erstreckt. Unheimliche Totenkopf-Uhren künden die Katastrophe an.
Mit schwarzem Humor und feiner Ironie beschreibt der Autor kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs einen Tanz auf dem Vulkan, der nicht nur die autoritären Machthaber und ihre skrupellosen Helfershelfer, sondern auch die gutgläubigen Provinzbürger Austrasiens in den Abgrund zu stürzen droht. Nach seinem Welterfolg "Das Phantom der Oper" hat Gaston Leroux (1868-1927) mit diesem Roman den spannungsreichen Vorläufer eines Politkrimis geschrieben, der in Frankreich als sein bestes Werkt gilt .
Gaston Leroux (1868-1927) war als Rechtsanwalt tätig, bevor er sich als politisch engagierter Journalist einen Namen machte. Dem deutschsprachigen Publikum ist er vor allem durch seinen 1910 erschienenen Roman "Das Phantom der Oper" bekannt geworden. Im selben Jahr publizierte er mit "La Reine du Sabbat" einen weiteren fantastischen Roman, der heute als sein "absolutes Meisterwerk" (Alain Fuzellier) gilt und nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.
Heinz Georg Held (Hrsg.)
Heinz Georg Held war Fremdsprachenlektor und Professor für deutsche Literatur an der Università degli Studi di Pavia. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Italien. Übersetzt hat er u.a. Werke von Alphonse Allais, Carlo Collodi, Roberto Longhi, Umberto Eco, Claudio Magris, Salvatore Satta und Salvatore Settis.
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