An einem kalten Winterabend wird ein Priester zu einer sterbenden Frau in eine Hütte am Meer gerufen. Die Frau ist Lady Hamilton: einst gefeierte Schönheit, Geliebte Lord Nelsons, Freundin einer Königin - nun verarmt, krank und von Schuld gequält.
Ausgehend vom Prolog Alexandre Dumas entfaltet dieses Buch eine Betrachtung über Schuld, Reue, Vergebung und den verlorenen Trost der Religion. Es zeigt eine Welt, in der der Mensch noch als Seele vor Gott verstanden wurde, in der Schuld Wirklichkeit war, aber auch Gnade Wirklichkeit sein konnte.
Zugleich fragt das Buch, was unsere moderne Welt verloren hat, seit sie Gott aus dem öffentlichen Leben verdrängt, Religion privatisiert und den Menschen auf sich selbst zurückgeworfen hat. Denn eine Welt, die keine Sünde mehr kennt, kennt auch keine Vergebung. Und eine Welt, die keine Seele mehr kennt, kann die Seele nicht retten.
Ein Buch über eine sterbende Frau, einen Priester - und die verlorene Welt des Glaubens.
Lothar-Rüdiger Lütge - ist Betriebswirt, Volkswirt und seit über vier Jahrzehnten Buchautor. Nach intensiven geistigen und spirituellen Suchbewegungen schreibt er Bücher über Philosophie, Religion, Metaphysik und Gesellschaft. Er betrachtet die Entwicklung des Westens als einen geistigen Prozess, der vom personalen Gottesverständnis zur kollektiven Entwurzelung geführt hat - und sucht Wege aufzuzeigen, wie der Mensch zur göttlichen Ordnung zurückfinden kann.
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