Die Generationenlüge in der Ausbildung räumt mit dem Mythos auf, dass die Jugend von heute schlechter sei als frühere Generationen. Eine 3.000jährige Zeitreise zeigt: Schon im antiken Griechenland klagte man über faule, respektlose junge Menschen. Jede Generation hält die nächste für verloren und liegt damit systematisch falsch. Das Buch erklärt die psychologischen Mechanismen hinter diesem Phänomen: Nostalgie verklärt unsere Vergangenheit, Confirmation Bias bestätigt unsere Vorurteile, und wir interpretieren gleiches Verhalten je nach Alter unterschiedlich. Konkrete Vorwürfe wie faul, respektlos, verwöhnt oder ständig am Handy werden systematisch analysiert und als Fehlinterpretationen entlarvt. Die Wissenschaft ist eindeutig: Generationenunterschiede sind minimal bis nicht vorhanden. Was wir sehen, sind Altersunterschiede und strukturelle Veränderungen. Der praktische Teil liefert konkrete Tools für bessere Ausbildung von Erwartungsabgleich bis zu digitalem Lernen. Der Fokus liegt auf zeitlosen Prinzipien statt Generationenstrategien. Das Buch richtet sich an alle Beteiligten: Ausbilder, Fachkollegen, HR, Berufsschullehrer, Geschäftsführung. Es zeigt auf, wo jeder Verantwortung trägt und wie das System Ausbildung verbessert werden kann. Kritisch, aber versöhnlich macht das Buch deutlich: Das Problem ist nicht die Jugend, sondern unser Denken in Kategorien. Die Lösung liegt darin, Menschen als Individuen zu sehen und gute Ausbildung zu praktizieren unabhängig von Generationenlabels. Ein Aufruf zur Selbstreflexion und zum Handeln, fundiert durch Wissenschaft und Praxiserfahrung.
Ich bin 43 Jahre alt, Ausbildungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen der Chemiebranche und seit vielen Jahren in der beruflichen Ausbildung tätig. Meine Laufbahn begann mit einer klassischen Ausbildung zum Chemikanten, ergänzt durch eine nebenberufliche Weiterbildung zum Industriemeister Chemie. In meiner täglichen Arbeit begleite ich Auszubildende und unterstütze Ausbilder:innen. Dabei erlebe ich regelmäßig, wie Generationenbilder und Vorurteile Zusammenarbeit und Ausbildung prägen. Der Impuls für dieses Buch entstand aus der Entwicklung eines Workshops zum besseren Verständnis zwischen den Generationen. Zusätzlich engagiere ich mich ehrenamtlich als Prüfer in der Chemikantenausbildung sowie in der Ausbildereignungsprüfung (AdA). Ich bin verheiratet, Patchwork Vater und inzwischen auch Großvater. Diese Perspektiven prägen meinen Blick auf Generationen, Verantwortung und Lernen ebenso wie meine berufliche Praxis. Ausgleich finde ich in der Fotografie und beim Volleyball.
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