Ein am Rande der Gesellschaft lebender Mann macht eine Bestandsaufnahme. Welche Faktoren bestimmen sein Leben? Hat er, mit Mitte Fünfzig, vielleicht den Weg verloren oder war falsch abgebogen? Wir begleiten den Mann durch Episoden der käuflichen Liebe und durch Dramen bei der Erwerbstätigkeit, was, wie der Titel des 1. Kapitels der vorliegenden Erzählung "Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit" schon andeutet, nicht ohne Anstrengungen ist, aber eben auch nicht ohne erhellende Erkenntnisse. Das 2. Kapitel (Onkel Hermann) beschäftigt sich mit dem Lesen und dessen teils gravierenden Auswirkungen. Worauf uns das 3. Kapitel (Rot, Blau, Gelb) vom Kinderkritzelbild zu abstrakten Gemälden der bildenden Kunst führt. Da kann es nicht überraschen, wenn das 4. Kapitel "Über die Tonkunst" heißt und der Leidenschaft für die Musik einen ersten Raum bietet. Das 5. Kapitel schließlich (In der Wohnmaschine) bündelt das Vorausgegangene und wirft einen kurzen Blick in die Klause eines Einsiedlers, in der es sich, zumindest teilweise, ganz gut aushalten lässt. Und wenn man das Buch nach 188 Seiten aus der Hand legt, tut man dies mit Bedauern und Verwunderung und vielleicht mit der Hoffnung auf ein weiteres Sprudeln dieser Quelle.
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