Eine Demokratie braucht Bürger, die widersprechen können. Dazu müssen sie mehr kennen als die Erklärung der Regierung, die Bot-schaft einer Partei oder die Schlagzeile ihres bevorzugten Nachrich-tenkanals. Sie benötigen überprüfbare Informationen, unterschied-liche Perspektiven und die Möglichkeit, eine Behauptung bis zu ih-rer Quelle zurückzuverfolgen. Wo diese Voraussetzungen fehlen, wird Meinungsfreiheit formal gewährt, aber praktisch schwerer nutzbar. Medien besitzen deshalb Macht. Sie entscheiden mit darüber, wel-che Probleme öffentlich sichtbar werden, welche Stimmen Gehör finden und welche politischen Antworten plausibel erscheinen. Die-se Macht kann Missstände aufdecken. Sie kann aber auch beste-hende Machtverhältnisse schützen, Zweifel verkürzen und Men-schen auf Rollen festlegen. Die gleiche Redaktion kann an einem Tag sorgfältig recherchieren und am nächsten einen schwerwiegen-den Fehler veröffentlichen. Ein pauschales Urteil über -die Medien- erklärt diese Unterschiede nicht.
Nach mittlerweile 16 politischen Büchern die der Autor verfasst hat, hat er nun die Medien und deren vermeindliche Machtposition zum Thema dieses Buches gemacht. Herbert Horne, der in seinem beruflichen Leben als CIO internationaler Konzerne tätig war, hat sich im Ruhestand dem Schreiben politische Bücher zugewandt. Heutel lebt der 72-Jährige gemeinsam mit seiner Ehefrau an der dänsichen Nordseeküste und geniesst sein Rentnerdasein.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.