Seit dem tragischen Unfalltod seiner Eltern nimmt der fünfzehnjährige Finley Grey Dinge wahr, die niemand sonst sieht.
Bewegungen. Dunkle Umrisse am Rand seines Blickfelds. Das Gefühl, selbst im hellsten Licht beobachtet zu werden.
In ihm ist das Licht erloschen.
Geblieben sind nur die Schatten.
Fünf Jahre sind vergangen.
Doch ein Teil von ihm steht noch immer vor seiner Schule und wartet auf seine Eltern.
Dann trifft der Brief der Eldricks Academy ein - und mit ihm die Aussicht auf Antworten, die ihm sonst niemand geben kann.
Finley zögert. Dennoch sagt er zu.
Nicht, weil er Eldricks vertraut. Sondern weil es nichts mehr gibt, das ihn hält.
Auf der Fahrt dorthin begegnet er Alastair Hawthorne: sechzehn, kontrolliert, unnahbar - ein Junge aus einer Welt, die von Finleys eigener kaum weiter entfernt sein könnte.
Und je näher sie Eldricks kommen, desto drängender wird eine Frage, deren Antwort Finley vielleicht mehr fürchten sollte als die Dunkelheit selbst:
Was bedeutet Hilfe, wenn man sie nur annimmt, weil alles andere unerträglich geworden ist - und man längst nicht mehr glaubt, eine Wahl zu haben?
Clayton Winchester, geboren im Mai 1994 in Essen, legt mit Die Chroniken von Grey & Hawthorne seinen Debütroman vor.
Sein Schreiben verbindet Mystery, Dark Fantasy und psychologische Spannung mit einem besonderen Blick auf Figuren, die mit Verlust, Ausgrenzung, inneren Konflikten und der Frage ringen, wie sehr sie sich selbst und anderen vertrauen können.
Viele der Gedanken und Gefühle, die in den Roman eingeflossen sind, sind ihm nicht fremd. Auch die Welt von Eldricks und ihre Figuren fanden ihre endgültige Form erst während des Schreibens - auf einem Weg, dessen Ziel lange nicht feststand.
Im Mittelpunkt stehen für Winchester dabei weniger einfache Antworten als die Menschen hinter den Geheimnissen: ihre Verletzlichkeit, ihr Vertrauen und das, was oft erst zwischen den Zeilen sichtbar wird.
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