Die Bilder der Alchemie (Alchemy) und Freimaurerei (Freemasonry) hinter "Harry Potter"
Eine Annäherung über C. G. Jung, Michael Maier ("Atalanta fugiens"), George Ripley, J. V. Andreae ("Chymische Hochzeit"), Albert Pike, Albert Mackey und Weitere
Schlagworte: Ancient and Accepted Scottish Rite of Freemasonry, Freimaurer Code, J.K. Rowling, Rosenkreuzer und Hermetik, Interpretation und Literaturwissenschaft
J.K. Rowling, die sich die alchemistische Formel "Solve + Coagula" auf den Unterarm tätowiert hat, widmet sich in ihrem kürzlich unter Pseudonym veröffentlichten Kriminalroman "The Hallmarked Man" thematisch der Freimaurerei und nimmt Bezug auf Autoren der amerikanischen Hochgradfreimaurerei. Insbesondere Albert Pike, eine Koryphäe des Scottish Rite, wird mehrfach zitiert und auch "Bridge to Light" von Rex R. Hutchens wird aufgegriffen. Diese Autoren des Scottish Rite, auch Rose Croix genannt, vertreten eine Ausprägung der Freimaurerei, die sich in enger Geistesverwandtschaft zu den Alchemisten sieht. Vor diesen Hintergründen mag sich bereits andeuten, dass die Sinnbilder der Alchemie und Freimaurerei einen Schlüssel zum Verständnis von "Harry Potter" bieten könnten.
Mit der vorliegenden Arbeit soll anhand von konkreten Vergleichspunkten - wie bspw. Albert Pike, Michael Maier (Alchemist) und C. G. Jung (Psychologe, der die Alchemie für die Moderne zugänglicher gemacht hat) - die zentrale Bedeutung der alchemistischen und freimaurerischen Bilder in "Harry Potter" möglichst anschaulich und nachvollziehbar aufgezeigt werden. Dabei treten gerade bei Maier und Jung so auffällige Entsprechungen hervor, die für mich zumindest die Vermutung nahelegen, Rowling könnte von diesen direkt inspiriert worden sein. Auch im Hinblick auf die Freimaurerei ergeben sich zahlreiche Entsprechungen, die zumindest den Anschein einer direkten Inspiration erwecken - schon auf den ersten Blick könnte ins Auge fallen: Das Wappen der Hogwarts-Zauberschule ähnelt dem Wappen der Antients, das Wappen der Beauxbatons-Zauberschule ähnelt dem Abzeichen des Grand Director of Ceremonies, das "Deathly Hallows"-Symbol ähnelt der Setzwaage. Doch die Entsprechungen zu Alchemie und Freimaurerei erschöpfen sich nicht in dekorativen Spielereien, sondern zentrale Themen und Gedanken der "Harry Potter"-Reihe lassen sich in ihrem Lichte erhellen.
George Cebadal hat zu Motiven aus der Freimaurerei und den antiken Mysterienkulten in Goethes "Faust", Mozarts "Zauberflöte" und anderen Werken geforscht und publiziert. Letzte Publikationen (Stand: 05/2026):
- Die codierte Mysterienkultur in Goethes "Faust"-Dichtung. Eine Annäherung über die Mysterienforschungen der Loge "Zur wahren Eintracht" und Mozarts "Zauberflöte". (2022; in: «Zeitschrift für internationale Freimaurerforschung», 24. Jg., 47. H.)
- Voldemort as an Anti-Philosopher (Plato) and as the Whole (Plutarch). On Harry Potter and its Philosophy of Freemasonry and Ancient Mystery Cults. (2021)
- Harry Potter und der Freimaurer-Code. Eine Annäherung über Mozarts Zauberflöte und Platons Phaidon. Oder: Warum Mr und Mrs Mason kein Verständnis für Magie haben. (2021)
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.