Die vorliegende Arbeit widmet sich der engen Verknüpfung von Rechtsextremismus und verschwörungsideologischen Deutungsmustern. Ausgehend von den insbesondere auch während der Covid-19-Pandemie sichtbar gewordenen Verschwörungsideologien und rechtsextremen Mobilisierungen wird ein längerfristiger, bislang wenig beleuchteter Zusammenhang in den Blick genommen. Untersucht wird ein über einen Zeitraum von dreizehn Jahren geführter Diskussionsstrang in einem rechtsextremen Online-Forum zu den Taten und Ermittlungen im Zusammenhang mit dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). Im Mittelpunkt stehen die dort vertretenen verschwörungsideologischen und rechtsextremen Narrative sowie ihr Zusammenwirken. Methodisch verbindet die Studie eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring und Udo Kuckartz mit einer personenbezogenen Netzwerkanalyse der beteiligten Forennutzer*innen. Ziel der Arbeit ist es, ein vertieftes Verständnis rechtsextremer Kommunikationsprozesse im digitalen Raum zu fördern und Anknüpfungspunkte für Forschung, Prävention und politische Bildung im Kontext aktueller Bedrohungen der demokratischen Ordnung aufzuzeigen.
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