Die Amsel, Familie und der Kirschbaum erzählt von Lasse, der schwarzen Amsel mit dem gelborangen Schnabel und dem gelben Ring um jedes Auge, einem der besten Sänger im ganzen Wald. Seine Frau Selma ist dunkelbraun mit hellen Tupfen an der Kehle, deshalb halten viele sie für einen anderen Vogel. In einer dichten Hecke baut Selma ihr Nest, drei blaugrüne Eier liegen darin, und bald schlüpfen die Küken Lotta, Linus und Lale.
Kinder erfahren dabei ganz nebenbei, wie Amseln ihr Futter am Boden suchen und warum man ein Vogelkind im Gebüsch einfach sitzen lässt: Mama und Papa sind ganz in der Nähe. Als ein Marder durch das Unterholz schleicht, warnt Lasse mit lautem Ruf alle Tiere im Wald. Abends, wenn Lasse sein Lied singt, öffnet Uhu Waldemar die Augen und gleitet lautlos hinaus in die Nacht.
Am Waldrand steht ihr Kirschbaum, die Vogelkirsche. Im Frühling blüht er weiß wie frischer Schnee, Bienen und Hummeln tragen den Blütenstaub von Baum zu Baum, und im Sommer beginnt das Kirschenfest. Die Amseln spucken die harten Kerne später weit entfernt wieder aus, und aus manchem Kern wächst ein neuer Baum. Im Herbst übt Linus leise sein erstes Lied, und im März singt er schon gemeinsam mit seinem Papa. Eine warmherzige Vorlesegeschichte durch ein ganzes Jahr, über Familie, Mut und einen Baum, der für die Vögel den Tisch deckt.
Heribert Lange wurde am 10. Februar 1957 in Berlin-Steglitz geboren und lebt bis heute in seiner Heimatstadt Berlin. Als leidenschaftlicher Reisender hat er weite Teile Asiens und Europas erkundet, und vor allem Vietnam ist ihm über die Jahre zur zweiten Heimat geworden. Die Begegnungen unterwegs und die Freundschaft zwischen den Kulturen prägen seine Werke.
Er schreibt Romane, Reiseberichte und Kinderbücher. Sein Debütroman Ein letzter Cà phê verbindet Berlin mit Vietnam zu einer Geschichte voller Wärme und Spannung, eine Fortsetzung ist in Arbeit. Seine Kinderbuchreihe Uhu Waldemar und die Tiere des Waldes erzählt Vorlesegeschichten für Kinder, in denen jedes Tier gemeinsam mit seiner Familie und seinem Baum durch das Jahr begleitet wird.
Seine Reisedokumentationen zeigt Heribert Lange auf YouTube in 13 Sprachen. Ihn trägt die Überzeugung, dass Politik zwar trennt, Kultur aber verbindet.
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