Dieses Buch trägt den bewusst zugespitzten Titel -Die 909 Milliarden Lüge!?-. Schon das Frage- und Ausrufezeichen soll deutlich machen, worum es mir bei dieser Untersuchung ging: nicht um ein vorschnelles Urteil, sondern um die Frage, was hinter einer Zahl steckt, die seit Jahren in Diskussionen über die gesetzliche Rentenversicherung auftaucht und bei vielen Menschen Empörung auslöst. Am Ende dieser Arbeit bleibt eine Erkenntnis, die wichtiger ist als jede einzelne Zahl. Die Diskussion über die Finanzierung unserer Rentenversicherung ist vor allem eine Diskussion über Transparenz, politische Verantwortung und Vertrauen. Die Behauptung, dem deutschen Rentensystem seien über Jahrzehnte Hunderte Milliarden Euro entzogen, gestohlen oder für andere staatliche Aufgaben verwendet worden, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist kein Sparschwein, in dem die Beiträge jedes Versicherten über Jahrzehnte gesammelt werden. Sie beruht im Wesentlichen auf dem Umlageverfahren. Die laufenden Einnahmen finanzieren die laufenden Renten und weitere gesetzlich übertragene Leistungen. Gerade deshalb muss jedoch gefragt werden, welche Aufgaben aus Beiträgen finanziert werden dürfen und welche eigentlich von der gesamten Gesellschaft über Steuern zu tragen wären. Die eigentliche Frage hinter den 909 Milliarden Die entscheidende Frage lautet für mich deshalb nicht: Wo befindet sich heute ein verschwundener Geldberg von 909 Milliarden Euro? Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Hat der Staat der gesetzlichen Rentenversicherung über Jahrzehnte Aufgaben übertragen, deren Finanzierung nicht vollständig durch entsprechende Bundesmittel ausgeglichen wurde?
Herbert Horne, der sich nach langem Berufsleben als CIO namhafter internationaler Industrie- und Pharmakonzerne seinen Ruhestand, gemeinsam mit seiner Ehefrau an der Nordseeküste in Dänemark verbringt, hat als Ruheständler sein altes Hobby wieder Aufleben lassen. Das Schreiben zeitkritischer Bücher. Er versucht in seinen Büchern einen 360 Grad Rundumblick zu vermitteln, der seinen Lesern die Möglichkeit gibt beide Seiten einer Medaille zu beurteilen.
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