Krieg, Gewalt und Willkür, im Großen wie im Kleinen, können Körper, Geist und Seele schwer verletzen. Wie durch ein Brennglas zeigt dies die Autorin anhand einer Familie, die den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit im Pleiser Hügelland durchlebt. Der Blick auf das Alltägliche und die Dialoge in der Mundart bringen uns das Leben der einfachen Leute näher: geprägt vom Familien- und Dorfverband mit klaren Hierarchien, von Religion und rheinischer Lebensart sowie der ebenso harten wie überlebenswichtigen Arbeit in der Landwirtschaft. Während die jungen Männer fern der Heimat kämpfen müssen, bringen die Bombenangriffe auf die neue Reichsautobahn den Krieg aus der Luft ins Ländchen. Wo manche auch um ihre Lieben bangen, denen die Einweisung in eine Tötungsanstalt droht. Wenn Schrecken nicht vergessen, Ängste nicht bezwungen und Wunden nicht vernarben können, möchte dieses Buch die Sinne für den stillen Schrei und für die Kraft des Glaubens schärfen.
Gertrud Siebert wurde im Pleiser Hügelland geboren. Als Kleinkind kam sie mit ihren Eltern zunächst nach Ahrweiler und später an die Sieg. Vor mehr als fünfzig Jahren zog sie dann der Liebe wegen in die Eitorfer Schweiz, wo Gertrud Siebert - umgeben vom Naturschutzgebiet Hüppelröttchen, dem Siegtal und dem schönen Westerwald - seitdem lebt und arbeitet. Nach ihrer Ausbildung zur Fachverkäuferin war sie, bis zum ersten Kind, als Angestellte in einem Handwerksbetrieb tätig. Während dieser Zeit entstanden erste Malereien in Öl, und das Interesse für Portrait- bzw. Aktzeichnen wurde geweckt. Nach der Geburt des dritten Kindes folgten eine Ausbildung zur Übungsleiterin im Breitensport und die anschließende ehrenamtliche Tätigkeit mit Vorschulkindern im Turnverein. Wenige Jahre später ließ sich Gertrud Siebert für Seniorensport und Nordic-Walking ausbilden, um in diesen Bereichen - auch für Menschen mit Handicap - freiberuflich zu arbeiten. Hinzu kam ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement als Wanderführerin sowohl in der Heimatgemeinde als auch für ihre Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer an Rhein und Ahr. Inzwischen im beruflichen Ruhestand, organisiert Gertrud Siebert seit 2023 Kinder-Literatur-Wanderungen, Abenteuer-Wanderungen für Vorschulkinder und Glühwürmchen-Wanderungen für Kinder in Begleitung ihrer Eltern. Die ersten Veröffentlichungen der Autorin erfolgten Anfang der 1980er-Jahre im Kölner Stadtanzeiger, dem Mitteilungsblatt ihrer Gemeinde sowie im Heimatblatt der Märkischen Heide (Brandenburg). Unter dem Titel "Das abenteuerliche Leben der Mäuse im Supermarkt" erschien 2022 im Verlagshaus Schlosser ihre erste Kindergeschichte, die Gertrud Siebert während der Corona-Pandemie geschrieben und illustriert hatte.
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