Hallo, Schwesterchen. Ich bin es. Das hier ist eine seltsame Sache, das alles. Gerade passiert eine ganze Menge Dinge, ich habe das Gefühl, wenn ich dir nicht davon erzähle, werde ich verrückt. Diese Urne und so viel - ja, letzten Endes ist es nur Staub. Und irgendwo darin ist dein Bewusstsein, dein Ich. Vielleicht. Womöglich bist du auch längst nicht mehr hier. In jedem Fall bist du nicht mehr, was du noch bis vor 59 Tagen warst. Eine lebensfrohe, lustige junge Frau, meine Schwester. Ich wollte genauso sein, wusstest du das? Jetzt beneide ich dich nicht mehr. Ich möchte nicht tauschen. Niemand hat wie du gerne eine Mordanklage am Hals. Aber vor allem ist niemand gerne tot.
Lillis Schwester stirbt bei einem Unfall. Doch kaum ist sie tot, wird sie des Mordes angeklagt. Es beginnt ein Prozess um zwei gute Menschen, deren Tod viele Fragen hinterlässt.
Rebecca Bussmann, geboren 1999 in Mönchengladbach, studierte Medizin erst in Würzburg und dann in Heidelberg. Schon früh begann sie zu schreiben. In ihren Texten verarbeitet sie die übersehenen Absurditäten des Alltags und die skurrilen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen. Ihre zweite große Leidenschaft, der Umweltschutz, findet sich in all ihren Werken wieder. Aktuell arbeitet sie an ihrem Debütroman.
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