Arno Oberberger ist Frühpensionist, Wiener und zutiefst überzeugt, dass die Welt am besten funktioniert, wenn ihn niemand stört. Sein Tag hat feste Eckpfeiler: Kaffee, der nach Batteriesäure schmeckt. Ein Käsekrainer bei der Zither. Ein Bier im Beisl. Und keinesfalls irgendwelche Amtshandlungen.
Bis der Nachbar Plachner mitten am Würstelstand tot umfällt. Angeblich Herzinfarkt. Arno glaubt kein Wort davon und bastelt sich kurzerhand einen Sheriffstern aus Alufolie.
Was folgt, ist eine Ermittlung, die niemand bestellt hat: ein entlaufenes Wildschwein, ein zu höflicher deutscher Nachbar, ein Notizbuch voller Geheimnisse und eine Spur, die tiefer in den Wiener Gemeindebau führt, als es Arno lieb ist.
Ein Wiener Schmäh-Krimi mit Herz, Häme und einem Schuss Senf.
Niklas Weber schreibt dort, wo es wehtut und witzig ist zugleich: im ganz normalen österreichischen Alltag. Mit seinem Debütroman "Digitale Diktatur in Dösendorf", einer bissigen Satire über Digitalisierung, Dorfpolitik und den ganz eigenen Widerstand der Provinz, legte er den Grundstein für seinen unverwechselbaren Ton: scharf beobachtet, nie bösartig, immer mit einem Augenzwinkern.
Mit "Der Sheriff vom Gemeindebau" verlässt er das Dorf und zieht in die Stadt, konkret: in einen Wiener Gemeindebau, wo Würstelstand, Beisl und Stiegenhaus-Tratsch die eigentliche Bühne der Handlung sind.
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