Lüneburg hat gelernt, leise zu sein. Die Stadt funktioniert. Die Abläufe stimmen. Die richtigen Leute sitzen an den richtigen Stellen. Und was nicht passt, wird passend gemacht, unauffällig, effizient, endgültig.
Als der Tod eines Mannes Fragen hinterlässt, die niemand stellen will, gerät diese Ordnung ins Wanken. Karl Birkholt, Detektiv ohne Auftrag und ohne Illusionen, beginnt zuzuhören. Nicht den offiziellen Erklärungen, sondern dem, was zwischen ihnen liegt: den Pausen, den Blicken, den Verschiebungen.
Je weiter Birkholt geht, desto sichtbarer wird, was verborgen bleiben sollte. Namen tauchen auf, ohne genannt zu werden. Verantwortlichkeiten wechseln die Seite. Und eine Stadt merkt, dass Ruhe kein Zeichen von Frieden ist, sondern von Kontrolle.
Steffen Kindt wurde in Berlin geboren und lebt seit 1973 in Kopenhagen. Nach vielen Jahren als Gebrauchsgrafiker, Art Director und Texter widmet er sich heute ganz dem Schreiben.
Seine Buecher verbinden Beobachtungen des Alltags mit Spannung, Atmosphaere und der Freude am Erzaehlen. Neben Kriminalromanen entstehen Stadtportraets, Kurzgeschichten und Spoken-Word-Projekte.
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