Ich war Stein. Ich war Herzschlag. Ich war brennendes Fleisch. Ich war alles, was Angst ist.
Thomas Brahm ist ein Niemand. Arbeitslos, entwurzelt und leer. Eines Tages erreicht ihn ein Brief seines alten Freundes Ede. Er soll zurück nach Bautzen kommen. In die Stadt seiner Kindheit. In die Heimat, die er vergessen wollte. Doch was als Neugier beginnt, wird zur Obsession. Kinder verschwinden. Stimmen rufen aus der Spree. Und in den alten Sagen der Oberlausitz erwacht etwas, das niemals hätte geweckt werden dürfen.
Der Ruf des Wassers ist eine stille Horrornovelle über das, was unter der Oberfläche lauert. Inspiriert von historischen Sagen aus der sächsischen Oberlausitz.
Otto Thiemann, geboren 1994 in Bautzen, ist ein aufstrebender deutscher Autor, der mit seiner Vorliebe für dichte Atmosphäre und starke Imagination Leser*innen in ungewöhnliche Welten entführt. Er schreibt Geschichten, die unter die Haut gehen und sich aus Erinnerungsbildern und regionalen Sagen speisen. Mit der Buchreihe "Der Ruf des Wassers" legt Thiemann sein Debüt als Novellist vor. Eine Hommage an seine Heimat in der Oberlausitz und zugleich ein modernes Werk subtiler Horror- und Mythenerzählung. Seine Erzählweise ist stark von Rollenspiel-Elementen geprägt, was seinen Stil sowohl immersiv als auch eindringlich macht.
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