"Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?"
Zwischen Theke und Klinik, zwischen Disziplin und Zerfall bewegt sich der Prinzipal durch die Stationen seines Lebens. Erinnerungen tauchen auf wie Litaneien - bruchstückhaft, eindringlich, unausweichlich. Immer begleitet ihn der Andere: ein zweites Ich, das trinkt, schreibt, lebt - und ihn zugleich unterwandert.
In knappen, rhythmischen Fragmenten entsteht das eindringliche Porträt eines Mannes, der versucht, Ordnung in ein Leben zu bringen, das längst aus den Fugen geraten ist. Herkunft, Bildung und Selbstbild verlieren an Halt, während sich Realität und Selbsttäuschung zunehmend überlagern.
Der Prinzipal ist kein klassischer Roman, sondern ein literarisch verdichteter Text über Alkohol, Identität und die Suche nach innerer Ruhe - schonungslos, reduziert und von stiller Intensität.
Hieronymus lebte sechzehn Jahre im Ausland, in Russland, Libyen und Ungarn. Heute lebt und schreibt er in Deutschland. Seine Texte kreisen um Menschen am Rand, um Absturz, Rausch, Schuld und die Frage, was bleibt, wenn Halt und Ordnung zerfallen.
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