Auf einem alten Schwarzweißfoto blickt ein Junge mit wachen Augen und einem kaum merklichen Lächeln in die Kamera. Ein Postkartenjunge. Doch hinter dem braven Bild verbirgt sich ein neugieriger Bub, der Raben fängt, Hornissen beobachtet, Drachen baut und wissen will, was jenseits des nächsten Hügels liegt.
In Der Postkartenjunge erzählt Johannes C. Mercier von einer Kindheit und Jugend im schwäbischen Rem- mingsheim - von der Schreinerei des Vaters Friedrich, vom Klavierspiel am Sonntagmorgen, von der stillen Stärke der Mutter Elisabeth und von einem Dorf, in dem jeder jeden kannte. Mit feinem Humor und großer Zuneigung lässt er Menschen lebendig werden, die in der Erinnerung weiterleben: Originale, Freunde, Musiker, Wirte und Weggefährten. Doch die Welt endet nicht am Dorfrand. Sie wird größer, mit Beatmusik, der Hercules K 50, ersten Ver- liebtheiten, Paris, der Freundschaft mit Duke und der Begegnung mit Christine.
Dieses Buch ist ein Mosaik aus kleinen Begebenheiten, Gerüchen, Liedern und Begegnungen, warmherzig, ehrlich und voller leiser Komik. Es erinnert an eine vergangene Welt und an jene Menschen, durch die ein Ort zur Heimat wird.
Der Autor Johannes C. Mercier Johannes C. Mercier schreibt über Menschen, Erinnerung und die Geschichten, die ein Leben prägen. Im Mittelpunkt seiner Bücher steht immer wieder die Frage, was von Erlebtem bleibt - und wie Erinnerung daraus ihre eigenen Geschichten formt.
Sein Debütroman Die letzte Lüge verbindet psycholo- gische Spannung mit philosophischen Fragen nach Erinnerung, Schuld und der trügerischen Natur der Wahrheit. Das Buch ist inzwischen auch in französischer Sprache erschienen.
Mit Der Postkartenjunge wendet sich Johannes C. Mer- cier den prägenden Jahren eines Lebens zu. In warm- herzigen, humorvollen und bisweilen nachdenklichen Geschichten erzählt er von Kindheit und Jugend, von Familie und Freundschaft, von ersten Begegnungen mit der Liebe und von einer vergangenen Zeit, die in der Erinnerung lebendig bleibt. Persönliches Erleben verbindet sich dabei mit literarischer Freiheit zu einem vielstimmigen Bild des Aufwachsens.
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